Turnovszky: "Glaubensweitergabe braucht glaubwürdige Zeugen"

"Forum Ostarrichi" zur Frage, wie nächste Generation glauben lernt -Laienrat für geänderte Zulassungsbedingungen zum Weiheamt

St. Pölten, 29.08.10 (KAP) Es gebe verschiedene Formen der Weitergabe des Glaubens an Kinder und Jugendliche, "es geht dabei aber immer um glaubwürdige Zeugen": Das betonte der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky beim diesjährigen "Forum Ostarrichi" zum Thema "Werden sie noch glauben?" in Neuhofen/Ybbs. Der Katholische Laienrat Österreichs (KLRÖ) widmete seine traditionsreiche Versammlung vom 26. bis 29. August der Frage, wie der nächsten Generation der christliche Glaube bestmöglich vermittelt werden kann.

Österreichs "Jugendbischof" sprach sich dafür aus, nicht Moral in den Mittelpunkt der religiösen Erziehung zu stellen: Moralische Werte seien zwar sehr wichtig, würden aber bei Jugendlichen nicht zur Weitergabe des Glaubens beitragen. "Nur ein guter Mensch zu sein" ohne sichtbaren Glauben werde nicht bewirken, dass "der Funke des Glaubens überspringt", sagte Turnovszky.

Maßnahmen gegen Priestermangel setzen

In einer Resolution brachte die Vollversammlung des Katholischen Laienrates seine Sorge um die Situation der Pfarren in Österreich zum Ausdruck. Der Laienrates sehe es als seine Aufgabe, "gegenüber den Bischöfen und gegenüber Rom auf den Priestermangel und die Möglichkeiten hinzuweisen, diesen auch durch ... Änderungen der Zulassungsbedingungen zum Weiheamt und zur Ausübung des Priesteramtes zu verringern." Dem Kirchenrecht entsprechende Möglichkeiten, Diakone und Laienchristen am Leitungsdienst in den Pfarren zu beteiligen, sollten "voll ausgeschöpft werden", so der Laienrat. Der Dachverband katholischer Laiengruppierungen bekannte sich zum Ziel "überschaubarer Pfarrgemeinden" mit einem von vielen getragenen Pfarrleben.

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