Frauenberger und Kaufmann nehmen Spatenstich am Naschmarkt vor

Frauenberger: Behutsames "Anti-Aging-Programm für den 'Bauch von Wien'"

Wien (OTS) - Den Spatenstich für die bevorstehenden Sanierungsarbeiten am Wiener Naschmarkt haben Samstag Vormittag KonsumentInnenschutzstadträtin Sandra Frauenberger und die Bezirksvorsteherin von Mariahilf, Renate Kaufmann, vorgenommen. Im Zuge der Sanierungsarbeiten wird die Infrastruktur des 100 Jahre alten Marktes saniert bzw. revitalisiert. Alle Wasser- und Stromleitungen sowie Kanalisation und Regenwasserabfluss werden komplett erneuert. "Der 'Bauch von Wien' wird einem Anti-Aging-Programm unterzogen, damit er die Wienerinnen auch die nächsten 100 Jahre mit frischen Köstlichkeiten versorgen kann", erklärte Frauenberger in Ihrer Rede. Bezirksvorsteherin Kaufmann ergänzt: "Bei der 'technischen Aufrüstung' achten wir darauf, den beliebten Charme und den internationalen Flair am Naschmarkt zu bewahren." ****

Zusätzlich wird eine moderne Abfallverdichtungsanlage errichtet. Damit wird sowohl dem Umweltgedanken als auch dem Gebot der Sparsamkeit Rechnung getragen. Denn durch die massive Verdichtung des Abfalls wird künftig weniger Müll abtransportiert werden müssen. Eine komplette Oberflächensanierung soll den Naschmarkt zudem weitgehend barrierefrei machen. Hohe Stufen werden dann der Vergangenheit angehören.

Äußere Erscheinungsbild bleibt gleich - Stände unter Denkmalschutz

Der Wiener Naschmarkt ist mit seinen rund 120 fixen Marktständen nicht nur der größte, sondern - laut jüngster Frequenzzählung - auch der beliebteste Wiener Markt. Rund 60.600 Frauen und Männer besuchen den Markt wöchentlich. Platz zwei belegt zur Zeit übrigens der Brunnenmarkt mit 56.800 BesucherInnen. Die Marktstände des Naschmarktes wurden mehrheitlich zwischen 1910 und 1916 errichtet. In seiner derzeitigen Größe besteht der Markt seit 1919. Das äußere Erscheinungsbild des Marktes soll durch die Sanierungsarbeiten grundsätzlich nicht verändert werden, denn die Stände des Naschmarktes stehen unter Denkmalschutz.

Die Anzahl der Gastronomiestände wird sich nicht erhöhen. Laut Wiener Marktordnung darf maximal ein Drittel der Stände der Gastronomie zufallen. Fix ist auch, dass die Revitalisierungsmaßnahmen zu keiner Anhebung der Marktgebühren führen werden.

Die relativ lange Sanierungszeit von fünf Jahren ergibt sich aus der gebotenen Rücksichtnahme auf die MarktstandlerInnen. Um den laufenden Betrieb der einzelnen Stände möglichst kurz zu stören, wird in sehr kleinen Bauabschnitten gearbeitet. Baubeginn ist am kommenden Montag. Die Arbeiten beginnen bei der an der Rechten Wienzeile gelegenen Freifläche, die bisher als Parkplatz genutzt worden ist. Zu Beginn des Jahres 2011 wird dann im Bereich der Linken Wienzeile der Müllplatz sowie ein neues Amtsgebäude in Angriff genommen. Die Marktparteien werden vor ihren Marktständen erst im Laufe des Jahres 2011 betroffen sein. "Für die Wirtschaftstreibenden, die mit ihrem Stand unmittelbar von den Sanierungsarbeiten betroffen sind, gibt es Ausweichcontainer", erklärt Bezirksvorsteherin Kaufmann.

2015 sollen die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sein und der Markt im neuen Glanz erstrahlen. Frauenberger: "Die zuständigen Abteilungen, die MA 59 als Marktverwalter und Bauherr sowie die MA 34 als Bau ausführende Dienststelle setzen alles daran, dass die Sanierungsarbeiten den Betrieb am Naschmarkt so wenig wie möglich beeinträchtigen. Aber wo gehobelt wird, fallen Späne, und darum bitten wir schon vorab um Verständnis."

Eigene Hotline informiert über Sanierungsarbeiten

Die MarktstandlerInnen wurden und werden schriftlich über alle Sanierungspläne und -phasen informiert. Zusätzlich wird stets ein Bauabschnittsplan in der Marktamtsaußenstelle am Naschmarkt aufliegen. Ab kommenden Montag ist außerdem eine eigene Hotline in Betrieb. Unter der Telefonnummer 01/4000-8059 gibt es alle Informationen zur Sanierung (Montag bis Freitag 07.30 Uhr bis 15.30 Uhr).

Von den Sanierungskosten (rund 15 Mio. Euro) trägt den Großteil die Stadt Wien, auf den Bezirk Mariahilf entfallen rund 3,3 Mio. Euro. "Dieses Geld ist gut investiertes Geld. Denn wenn wir in die Wiener Märkte investieren, investieren wir auch in eine gute und gesunde Nahversorgung und wir investieren auch in die Lebendigkeit und Vielfalt und Buntheit dieser Stadt", betonten die KonsumentInnenschutzstadträtin und die Mariahilfer Bezirksvorsteherin.

Unter dem Titel "Beliebt - Belebt" hat die Stadt Wien 2009 ein Investitions- und Belebungsprogramm für die Wiener Märkte geschnürt:
Zwischen 2009 und 2015 investiert die Stadt 23,3 Millionen Euro in die Sanierung der Wiener Märkte. Die Sanierung des Naschmarktes ist Teil dieses Programms.

Zahlen, Daten & Fakten zur Sanierung

Im Zuge der Naschmarkt-Sanierung werden rund 2.050 Meter Kanalleitungen, 950 Meter Wasserleitungen und 5.750 Meter Stromleitungen verlegt. Weiters ist geplant, dass 1.400 Quadratmeter Betonsteine und 2.930 Quadratmeter Betonfläche entfernt und neu verlegt werden. Insgesamt wird mit 15.047 Tonnen Abbruchmaterial gerechnet. (Schluss) lac

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