"profil": Hypo Alpe-Adria: OeNB und FMA hatten ab 2007 Hinweise auf Ungereimtheiten in Bilanzen

OeNB-Prüfer kritisierten "Verschleierung" bei Kapitalerhöhungen - Management blieb unbehelligt

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, hatten Oesterreichische Nationalbank und Finanzmarktaufsicht ab 2007 sehr konkrete Hinweise auf Ungereimtheiten in den Büchern der Hypo Alpe-Adria International Bank AG. Dabei ging es um jene zwei Kapitalerhöhungen der Tochter Hypo Alpe-Adria-Leasing Holding AG aus den Jahren 2004 und 2006, die im Rahmen einer Vor-Ort-Prüfung durch die OeNB 2006/2007 untersucht worden waren und die nun im Zentrum staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen Wolfgang Kulterer und Andere wegen mutmaßlicher Bilanzfälschung stehen.

Bei der mit Krediten der Liechtensteiner Hypo-Tochter finanzierten ersten Tranche 2004 über 100 Millionen Euro beanstandeten die Prüfer, die Konstruktion sei "nur gewählt worden, um einen direkten Zusammenhang zwischen dem Kauf und der Finanzierung der Vorzugsaktien zu verschleiern". Bei der zweiten Tranche 2006 über ebenfalls 100 Millionen Euro wurde der Betrag laut OeNB bereits zum 30. Juni 2006 zur Gänze in die Konzernbilanz eingestellt, obwohl zu diesem Zeitpunkt noch kein Papier verkauft war.

Die Finanzaufsicht zwang die Bank zwar in weiterer Folge dazu, die Konstruktionen aufzulösen, zeigte die vom Management um Wolfgang Kulterer verantworteten Unregelmäßigkeiten jedoch nicht bei der Justiz an.

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