"KURIER"-Kommentar von Josef Votzi: "Kurt Krenn des Islam"

Anas Schakfehs Minarett-Provokation - ein Bärendienst für unsere Muslime.

Wien (OTS) - Anas Schakfeh hat recht, wenn er sagt: "Man kann Menschen nicht verbieten, ihre religiöse Freiheit auszuüben." Daher will der Präsident der "Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich" ein Minarett in jedem Bundesland. In vier Ländern gibt es sie schon, fünf mehr werden das Land der Tausenden Kirchtürme nicht aus dem Angeln heben.
Anas Schakfeh hat unrecht, wenn er mit dieser Forderung in den Wahlkampfstart in Wien platzt. Entweder er weiß nicht, was er anrichtet. Dann ist er fehl am Platz. Oder: Er hat bewusst provoziert. Dann ist er am besten Weg, zum Kurt Krenn der heimischen Muslime zu werden. Auch der St. Pöltner Bischof hat mit seinen Sagern den Seinen mehr geschadet als genützt. Denn welchen Sinn die Minarett-Provokation für das bessere Zusammenleben mit Muslimen haben soll, bleibt sein Geheimnis.
Rückenwind verspüren nur jene, die ihre Geschäftsgrundlage im Schüren von Hass sehen. Nach dem stolpernden Wahlkampfstart mit "Mehr Mut für unser Wiener Blut" kam den blauen Reimschmieden die Chance auf einen Entlastungsangriff (siehe Bericht Seite 3) gerade recht. Wahlkämpfe sind frei nach Michael Häupl Zeiten "fokussierter Unintelligenz". In die Reihe der Hauptdarsteller reiht sich ein Neuling ein: Anas Schakfeh.

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