Sima: Mülltrennen bringt`s für Umwelt und Geldbörse!

MA 48 und ARA verteilen praktische Altstoff-Sammeltasche für alle Wiener Haushalte

Wien (OTS) - "Ich trage Verantwortung". "Wertvolle Sammlung". "Beitragtasche": Mit diesen Sprüchen will die Stadt Wien gemeinsam mit der ARA (Altstoff Recyling Austria AG) auf neuen praktischen Altstoff-Sammeltaschen die Wienerinnen und Wiener zum ver-mehrten Mülltrennen motivieren. In enger Kooperation mit der ARA verschickt die MA 48 an die Wiener Haushalte dieser Tage die orangefärbigen Taschen und will damit das Trennen der Altstoffe wie Glas, Metall, Plastikflaschen oder Papier noch leichter machen. "Die praktische Tasche im coolen Design ist eine ungewöhnliche, aber enorm praktische Werbebotschafterin, sie ist immer wieder verwendbar, in ihr können die Altstoffe auch auf engstem Raum praktisch gesammelt und schließlich zu den Sammelstellen transportiert werden", so Umweltstadträtin Ulli Sima. ARA Vorstands-sprecher Christoph Scharff sieht einen weiteren Vorteil: "Die Sammeltasche ist der-maßen auffällig, so dass sie bald das Stadtbild prägen und ständig zum richtigen Mülltrennen und umweltbewussten Handeln animieren wird."

350.000 Tonnen Altstoffe sammeln die Wienerinnen und Wiener jährlich. Sie werden als Rohstoffe verwertet, schonen damit Ressourcen, tragen aktiv zum Klimaschutz bei, reduzieren die Restmüllmengen und damit auch Kosten.
Durch die getrennte Sammlung landen in Wien 40 % weniger Altstoffe im Müll. "Ge-ringere Müllmengen bedeuten auch geringere Kosten für den Restmüll, Mülltrennen zahlt sich somit auf jeden Fall aus, für die Umwelt und für die Geldbörse" so Sima.

Info und Sammeltasche: Versuch in Wohnhausanlagen zeigt Erfolg
Die getrennte Sammlung in Wien ist eine Erfolgsgeschichte, doch natürlich werden auch weiterhin Maßnahmen gesetzt, um die Sammelmengen zu erhöhen und noch mehr Altstoffe zu verwerten. Die MA 48 hat in wissenschaftlich begleiteten Versu-chen 2009 erneut verschiedene Maßnahmen zur Forcierung der getrennten Samm-lung erprobt und evaluiert. In zwei Wiener Wohnhausanlagen wurden zusätzliche Altglas-, Metall- und Plastikflaschenbehälter aufgestellt und Informationsfolder zur getrennten Sammlung verteilt, in zwei weiteren Wohnhausanlagen wurden nur die Informationsbroschüren ausgeteilt. Im 2. Schritt wurde nochmals informiert und Alt-stoff-Sammeltaschen ausgegeben. Der Versuch wurde mit umfangreichen Müllanaly-sen vor, während und nach den Maßnahmen begleitet, um Veränderungen der Restmüllzusammensetzung und etwaige Veränderungen beim Sammelverhalten zu beobachten. Es zeigte sich, dass zusätzliche Behälter direkt in der Wohnhausanlage alleine kaum zu einer Verbesserung geführt haben, erst die Kombination von erneu-ter Information und Verteilung der Sammeltasche hat insbesondere im Bereich Alt-glas und Plastikflaschen zu einer merkbaren Verringerung im Restmüll geführt: "Im Schnitt landeten im Analysenzeitraum 20 % weniger Plastikflaschen und 10 % weni-ger Glasflaschen im Restmüll und stattdessen in den vorgesehnen Behältern", erläu-tert Josef Thon, Chef der MA 48.
Mülltrennung in Wien leicht gemacht: neue online - Stadtplansuche Wo ist nun die nächste Altstoffsammelstelle oder der der nächste Mistplatz. Antwor-ten darauf gibt es ganz einfach und praktisch online - auf der neuen Version des Stadtplans von wien.at. Unter dem Karteninhalt "Saubere Stadt" (ganz unten) sind nun sämtliche öffentlichen Altstoffsammelbehälter, Mistplätze und Problemstoffsam-melstellen zusammengefasst. Und so einfach funktionierts:

o den Online Stadtplan auf www.wien.gv.at/stadtplan/ aufrufen
o Eine Adresse Ihrer Wahl eintragen (z.B. Wohnadresse, Arbeitsplatz etc.).
o Unter dem Karteninhalt "Saubere Stadt" auf die jeweilige gewünschte Einrich-tung der MA 48 klicken (z.B. Altstoffsammelstelle)
o Am Stadtplan erscheinen sofort sämtliche Altstoffsammelstellen in der Umge-bung der zuvor angegebenen Adresse.

Altglas - Plastik - Metalle: Aus Alt mach Neu
Die getrennte Müll-Sammlung in Wien ist eine Erfolgsgeschichte, die gesammelte Menge an Altstoffen steigt jährlich, die Umweltvorteile liegen auf der Hand. Auch die finanziellen Vorteile durch Reduktion des Restmüllvolumens sind zu beachten.

Altstoffe wie Papier, Plastikflaschen, Glas, Metall sind wichtige Rohstoffe, die im Restmüll nichts zu suchen haben. Die umweltgerechte Entsorgung über die Sam-melbehälter der MA 48 garantiert die stoffliche Verwertung und liefert einen wichtigen Beitrag zur CO2-Einsparung und somit zum Klimaschutz.

Die umweltgerechte Entsorgung der Altstoffe wird den WienerInnen leicht gemacht, die MA 48 betreut in Summe rund 400.000 Behälter (Restmüll und Altstoffe), insge-samt 197.000 Sammelbehälter allein für die getrennte Sammlung von Altstoffen auf Liegenschaften und mehr als 6.000 öffentlichen Sammelstellen. Daneben stehen 19 Wiener Mistplätze und die Problemstoffsammelstellen im Dienste der umweltgerech-ten Mülltrennung zur nachfolgenden Verwertung.

Für Bunt- und Weißglas stehen in Wien über 7.600 Altglasbehälter zur Sammlung zur Verfügung, jährlich werden in Wien ca. 25.000 Tonnen an Altglas gesammelt. Das Altglas wird in Glasfabriken zur Produktion von neuen Flaschen eingesetzt.

An Altmetallen werden in Wien jährlich mehr als 15.000 Tonnen gesammelt. Aus die-ser Menge könnte man ca. 65 Wiener Riesenräder bzw. 1,6 Mio. Fahrräder herstel-len. Zum Wiederaufschmelzen von Aluminium als Sekundärrohstoff verbraucht man nur etwa 5 % der Energie, die man zur Herstellung der gleichen Menge Hüttenmate-rials zur Produktion von neuen Metallprodukten benötigt. In Wien stehen fast 6.000 Behälter für die Altmetallsammlung zur Verfügung.

Kunststoffflaschen wurden in Wien 2009 über 6.000 Tonnen gesammelt. Für die Pro-duktion von 1 Tonne PET-Flaschen benötigt man 1,9 Tonnen Erdöl. Durch die Ver-wertung von PET-Flaschen wurden durch die WienerInnen daher letztes Jahr fast 11.500 Tonnen an Erdöl eingespart. Die Kunststoffflaschen gelangen zunächst in das 48er-Zelt - die Abfallbehandlungsanlage -, werden dort von Störstoffen befreit und nach Material sortiert. So können aus alten Getränkeflaschen neue Getränkefla-schen produziert werden ("bottle to bottle").

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/pressebilder

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Maga Anita Voraberger
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Umweltstadträtin Maga Ulli Sima
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Mobil: +43 664 16 58 655
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