WGKK erfolgreich im Kampf gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug

Im ersten Halbjahr 2010 wurden rund zehn Millionen Euro nachverrechnet

Wien (OTS) - "Unsere Prüfer sind häufiger unterwegs, kontrollieren mehr Betriebe und das immer effizienter". So fasst Ingrid Reischl, Obfrau der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK), die jüngsten Daten zusammen, die den erfolgreichen Kampf der WGKK gegen Schwarzarbeit und Sozialbetrug untermauern: In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden nach 1.788 Einzelprüfungen in Unternehmen insgesamt 10,2 Millionen Euro an Beiträgen nachverrechnet. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2009 waren es bei 2.041 Prüfungen rund 11,4 Millionen Euro.

Das kontinuierliche Aufstocken des Expertenteams hat sich damit bewährt: Zwischen 2006 und 2009 hat die WGKK die Kontrollgruppe von zehn auf mittlerweile 20 Personen verdoppelt. Sie prüfen im Raum Wien Betriebe gezielt danach, ob die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zur Sozialversicherung gemeldet sind und die entsprechenden Beiträge bezahlt werden. Ein Ansinnen, das laut Reischl von allen Seiten unterstützt werden müsste: "Gerade in Zeiten, in denen überall radikal der Sparstift angesetzt wird, muss es deutliche Signale geben, dass Sozialbetrug kein Kavaliersdelikt ist. Er wird auf dem Rücken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genauso betrieben wie auf Kosten jener Unternehmen, die sich an die Gesetze halten."

Einsätze deutlich gesteigert

Die Sorgenkinder finden sich dabei vor allem in der Gastronomie sowie in der Bau- und Transportbranche. Diese Sparten sind es auch, die die Prüfer besonders unter die Lupe nehmen. Im ersten Halbjahr 2010 haben die Kontrolleure 37 Schwerpunkt-Aktionen absolviert (2009 gesamt: 59 Aktionen). Oftmals finden die Einsätze in bewährter Zusammenarbeit mit anderen Behörden wie der Finanz, Gewerbehörde und der Exekutive statt.

Neben den tatsächlichen Nachverrechnungen verweist Reischl auch auf den nicht zu beziffernden Präventionseffekt, den die Kontrollen mit sich bringen. "Daher plädiere ich dafür, dass die Prüfer künftig aus dem Verwaltungsaufwand herausgerechnet werden können", so die WGKK-Obfrau abschließend.

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