Mailath zum Tod von Christoph Schlingensief: "Künstler von leidenschaftlicher Radikalität"

Wien (OTS) - Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny zeigte sich am Samstag Abend tief betroffen vom Tod des deutschen Regisseurs Christoph Schlingensief: "Er war einer der bedeutendsten und eigenwilligsten Künstler: Weit über den deutschsprachigen Raum hinaus hat er mit seiner Radikalität und Bedingungslosigkeit dem Theater neue Räume und Mittel eröffnet. Durch sein ganzes Schaffen zogen sich eine Leidenschaft und Entschlossenheit, die jede seiner Arbeiten, so rücksichtslos avantgardistisch sie auf den ersten Blick scheinen mochten, mit großer Menschlichkeit und Wärme erfüllten."

Mailath weiter: "Christoph Schlingensief kannte kaum einen Unterschied zwischen Kunst und Leben. Kunst, Theater, war seine Art, sich den Dingen zu nähern und mit ihnen umzugehen, sei es mit Fremdenhass, mit der Ausbeutung des Südens, sei es mit seiner eigenen Krebserkrankung. Mit ihm verlieren wir einen Ausnahmekünstler, der in allem, was er tat, kompromisslos aufging."

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