ÖGB: Betriebsräte leisten tagtäglich wertvolle Arbeit

Politisches Hickhack auf Kosten der Betriebsräte sofort beenden

Wien (OTS/ÖGB) - "Es muss nun endlich Schluss damit sein, die engagierte und oft schwierige Arbeit der BetriebsrätInnen in Österreich madig zu machen", sagt Bernhard Achitz, Leitender Sekretär im ÖGB, zu den Aussagen der ÖVP. "Wenn es bei den ÖBB Missstände zu beklagen gibt, dann liegen die ganz und gar nicht in ihrer Belegschaftsvertretung oder bei ihren Beschäftigten. Sie gehen ausschließlich aufs Konto der völlig verfehlten Politik der ehemaligen schwarz-blauen Bundesregierung. Die hat das große Unternehmen ÖBB in mehrere kleinere zerstückelt, jetzt braucht sich niemand darüber zu wundern, dass es dadurch mehr Betriebsräte gibt."++++

Die Taktik der ÖVP, jetzt die ÖBB-Betriebsräte schlecht zu machen, sei äußerst durchsichtig: "Da werden wieder einmal Gruppen gegen einander ausgespielt, im aktuellen Fall Betriebsräte der ÖBB gegen jene in der Privatwirtschaft. Überall, in jedem Großunternehmen und in jedem kleinen Gewerbebetrieb, leisten BetriebsrätInnen wichtige Arbeit, die auch im Sinne und zum Wohl der Unternehmen sind."

Achitz fordert, dass nun Vernunft einkehrt und man sowohl die Beschäftigten als auch die Betriebsräte der ÖBB endlich aus dem kleinkarierten politischen Hickhack herausnimmt. "Die österreichischen Betriebsrätinnen und Betriebsräte wissen im übrigen, was sie von solchen Äußerungen zu halten haben. Niemand ist einem anderen etwas neidig, diese Taktik wird nicht aufgehen, im Gegenteil:
Das wird die Betriebsräte insgesamt, egal ob in der Privatwirtschaft oder in staatsnahen Unternehmen, nur noch stärker zusammen schweißen." Die Angriffe auf die Betriebsräte und die Rechnung des ÖVP-Pressedienstes sehe Achitz als Bestätigung für die ÖGB-Forderung nach weiteren Verbesserungen im Arbeitsverfassungsgesetz. "Wir müssen die Betriebsräte und Menschen, die dafür kandidieren, noch besser absichern, und sie müssen mehr Möglichkeiten bekommen, sich für die immer umfassenderen Aufgaben fortzubilden. Auch die Grenzen für Freistellungen müssen herabgesetzt werden, weil die Anforderungen immer umfassender werden. Wir fordern in allen Betrieben und Unternehmen mehr freigestellte BetriebsrätInnen."(nk)

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