Greenpeace: Kärntner Anti-Atom-Resolution erster kleiner Schritt

Bundesländer im Kampf gegen Berlusconis Atompläne gefordert

Klagenfurt/Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt die heute im Zuge der Sondersitzung der Kärntner Landesregierung beschlossene Resolution an die österreichische Bundes-regierung, auf diplomatischer Ebene aktiv gegen die Atompläne in Italien vorzugehen.

Silvio Berlusconi plant den Wiedereinstieg Italiens in die Kernenergie, und dabei sollen auch Atomkraftwerke in unmittelbarer Nähe zur österreichischen Staatsgrenze gebaut werden. "Die Kärntner Landesregierung setzt mit dieser Resolution einen ersten Schritt gegen die waghalsigen Atompläne Berlusconis. Sie darf sich allerdings nicht selbst aus der Verantwortung nehmen und muss im Rahmen der Alpen-Adria-Region alles daran setzen, diesen einzigartigen Lebensraum frei von einer Atomgefahr zu halten", erläutert Niklas Schinerl, Anti-Atom-Sprecher von Greenpeace, die vom stellvertretenden Landeshauptmann Peter Kaiser heute eingebrachte Resolution.

Die Umweltorganisation Greenpeace fordert eine - von den betroffenen österreichischen Bundesländern wie Kärnten oder der Steiermark - initiierte länderübergreifende Anti-Atomkonferenz der Alpen-Adria-Region, die eine atomkraftfreie Region sicherstellen soll. Denn nicht nur die Österreicher, sondern auch die Mehrheit der italienischen Bevölkerung steht der Nutzung der Atomkraft ablehnend gegenüber.

Gerade in den norditalienischen Regionen zeigt man sich dem Bau von Kernkraft-werken gegenüber äußerst skeptisch. "Diese Regionen brauchen jetzt Österreichs Hilfe bei ihrem Kampf gegen Berlusconis Atompläne, wobei vor allem die hierzulande betroffenen Bundesländer eine federführende Rolle spielen müssen. Es wird also allerhöchste Zeit, dass auch Länder wie die Steiermark endlich aus ihrem atompolit-ischen Dornröschenschlaf erwachen", so Schinerls abschließender Appell.

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Niklas Schinerl, Greenpeace CEE; Tel.: +43-664-6126704

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