SPÖ Kärnten: Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

LRin Prettner und BRin Blatnik fordern FPK-Regierungsmitglieder auf die Bedingungen zu schaffen, sodass Frauen sich ihren Wunsch nach Kindern erfüllen können.

Klagenfurt (OTS) - "Man kann es als Gebärstreik bezeichnen, denn der Wunsch nach Kindern bei jungen Frauen ist da, doch fehlen die Rahmenbedingungen, um diesen Vorstellungen zu entsprechen", stellte Frauenreferentin LRin Beate Prettner heute bei einer Pressekonferenz fest. Anlass waren unter anderem die sinkenden Geburtenzahlen und die Statistik wonach Kärnten bis 2030 eine sinkende Bevölkerungszahl aufweist.

"Wie von LHStv. Peter Kaiser initiiert, stehen wir hinter einer Enquete im Landtag und fordern auch eine wissenschaftliche Studie unter besonderer Berücksichtigung der Frauen, um so die Basis für politische Entscheidung für die Zukunft zu schaffen", erklärt Prettner die auch einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung fordert. Das heißt, wenn im ländlichen Raum wegen einer zu geringen Zahl an Kindern kein Kindergarten gebaut werden kann, zumindest Tagesmütter die Kinder betreuen, um den Müttern den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen.

"Wir haben eine der höchsten Teilzeitbeschäftigtenraten in ganz Europa, Arbeitsmarktreferent Scheuch ist gefordert mit geeigneten Maßnahmen gegenzusteuern, die Frauen brauchen qualitätsvolle Ganztagsjobs, mit denen sie ihren Unterhalt bestreiten können. LH Dörfler muss Betreuungsplätze für unter Dreijährige schaffen. Nur durch geeignete Rahmenbedingungen können wir dem Schrumpfen der Kärntner Bevölkerung aufhalten", so Prettner weiter.

SPÖ-Frauenvorsitzende BRin Ana Blatnik sieht die Erziehung von Kindern im 21. Jahrhundert als partnerschaftliche Ausgabe und will sich in Kooperation mit Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek für die Väterkarenz stark machen. "Im Herbst planen wir eine Aufklärungskampagne, zudem muss eine Auszeichnung für Betriebe geschaffen werden, um die Väterkarenz in der Gesellschaft als Selbstverständlichkeit zu verankern", so Blatnik. Sowohl Prettner als auch Blatnik sehen für die Erziehung eines Kindes eine aktive Vaterschaft als besonders wichtig an. "Das ist sowohl für das Kind, die Mutter und Partnerin, den Vater selbst und die Gesellschaft an sich eine Bereicherung", sind sich Prettner und Blatnik einig.

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