Kinderbetreuung - SP-Vettermann: "VP-Landesparteiobfrau Marek vernachlässigt wahlkampfbedingt ihre Arbeit als Staatssekretärin"

Bildungsplan für das verpflichtende Kindergartenjahr zu spät versandt/ Anstoßfinanzierung noch immer nicht verlängert

Wien (OTS/SPW-K) - "Im letzen Jahr wurden mit Unterstützung der Stadt 2.500 Kindergartenplätze im privaten und städtischen Bereich geschaffen, heuer werden es mindestens genauso viele sein. Intensiv ausgebaut wird bereits seit über zwei Jahren vor allem im Bereich der Krippenplätze, weil die neuen Kindergeldmodelle die Nachfrage verstärken werden und Wien dafür rechtzeitig gerüstet sein will", sagt der Vorsitzende des Bildungsausschusses, SPÖ-Gemeinderat Heinz Vettermann auf die Kritik der ÖVP-Landesparteiobfrau Marek. "Mareks Behauptung hat nichts mit der Realität in Wien zu tun - wie viele ihrer Behauptungen". Marek wolle mit diesem Rundumschlag nur von den eigenen Versäumnissen als Familienstaatssekretärin ablenken, mutmaßt der SPÖ-Gemeinderat.

"Wenn Frau Marek schon wahre Skandale suchen will, braucht sie sich nur ihre eigenen anschauen: die Kinder sind ihr offenbar dermaßen egal, dass sie erst jetzt den Bildungsplan für das verpflichtende Kindergartenjahr an die Pädagoginnen und Pädagogen versendet", sagt Vettermann. Die verbleibende Zeit bis zum Start des verpflichtenden Kindergartenjahres Anfang September sei für die PädagogInnen viel zu kurz, um sich umfassend darauf vorbereiten zu können.

Marek fahre offenbar den von ihr geforderten Sparkurs bei den Kindergärten als Staatssekretärin weiter. Im Frühjahr hat die ÖVP-Landesparteiobfrau in einem Interview noch gemeint: "Der Kindergarten muss nicht zu 100 Prozent gratis sein". "Und jetzt verschleppt sie als Staatssekretärin die Verlängerung der Anstoßfinanzierung für Kinderbetreuung durch den Bund, obwohl diese Verlängerung ein einhelliger Wunsch aller Finanzlandesreferenten ist - auch jener der ÖVP", sagt der SPÖ-Bildungsausschussvorsitzende.

"Nachdem Frau Marek offenbar auch im Bereich der Wiener Kinderbetreuung nicht umfassend informiert ist, helfen wir gerne nach", sagt Vettermann: Insgesamt hat Wien für 50.936 Kinder im Alter von 0 bis 3 Jahren 14.171 Plätze, das entspricht 28 Prozent, allerdings besuchen nur etwa 100 Kinder unter einem Jahr eine Krippe. Für die 49.554 Wiener Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren gibt es 47.418 Plätze - das entspricht einem Versorgungsgrad von 96 Prozent! Trotz dieser an sich sehr guten Zahlen ist aber auch klar ist, dass bei so kleinen Einheiten wie Kindergärten nicht immer alle Standortwünsche der Eltern erfüllt werden können.

Wien setzt in allen Einrichtungen auf Qualität, bildet seine PädagogInnen umfassend aus und hat auch die räumlichen Rahmenbedingungen für die Kinder erst vor kurzem weiter verbessert, auch werden die Gruppengrößen in allen Fällen beibehalten.

Die für das verpflichtende Kindergartenjahr benötigten zusätzlichen 800 Plätze konnten durch die Schaffung von 5.000 Plätzen im Vorjahr und heuer mehr als kompensiert werden.
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