New Yorker "Moschee-Streit": Erzbischof will vermitteln

Dolan sieht in der Debatte Parallelen zum früheren Kloster an der Außenmauer des ehemaligen KZs Auschwitz

New York, 20.08.10 (KAP) Im bereits Wochen dauernden Streit um eine geplante Moschee in der Nähe des "Ground Zero" in New York hat sich nun der katholische Erzbischof der Stadt, Timothy Michael Dolan, als Vermittler angeboten. Wie die Zeitung "New York Times" berichtete, sagte Dolan in einem katholischen Heim für obdachlose Jugendliche vor Journalisten, er bete dafür, dass ein Kompromiss gefunden werden könne. Er könne sich z.B. vorstellen, sich an der Suche nach einem anderen Ort für das umstrittene Gemeindezentrum zu beteiligen.

Dolan verglich eine mögliche Suche nach einem Ort, der in weiterer Entfernung zum "Ground Zero" liegt, mit dem Wegzug katholischer Ordensschwestern aus ihrem Kloster an der Außenmauer des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz 1993. Damals hatte Johannes Paul II. (1978-2005) nach jüdischen Protesten den Umzug der Karmelitinnen angeordnet. "Lasst uns die Idee bewahren, aber die Adresse ändern", zitierte Dolan die Worte des Papstes von damals. "Dort hat das funktioniert; es könnte hier auch funktionieren", so der Erzbischof.

Dolan verurteilte antiislamische Vorurteile und betonte, dass Religionsfreiheit auch für Muslime gelte. Zugleich forderte er die Projektleiter des geplanten Baus auf, die Proteste derer ernst zu nehmen, die den Moscheebau für einen Affront gegen die Opfer des 11. September halten.

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