AK Test: Versteckspiel am Bauernmarkt

Anbieter lassen Konsumenten immer noch häufig im Unklaren, bei wem sie einkaufen

Wien (OTS) - Bauernmärkte geben den Konsumenten mitunter Rätsel auf. Fast jeder dritte Anbieter informiert gar nicht oder nur mangelhaft, ob er Landwirt oder Wiederverkäufer ist. Auch das vorgeschriebene Schild mit Name und Adresse ist oft nicht da. Das zeigt ein aktueller AK Test bei 246 Marktständen auf zehn Wiener Bauernmärkten. "Im Vergleich zu früheren AK Tests wissen auch heute die Konsumenten häufig nicht viel besser, mit wem sie es zu tun haben", beanstandet AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Die AK verlangt bessere Informationen.

Die AK hat überprüft, ob die Marktstandler die Angaben machen, die die Marktordnung gesetzlich vorschreibt. So müssen Name, Adresse und Geschäftsart angeschrieben sein. Für die Konsumenten muss klar erkennbar sein, ob es sich um einen Produzenten (etwa landwirtschaftlicher Produzent, Bauer, Imker oder Weinbauer) oder einen Marktfahrer (gewerblicher Wiederverkäufer) handelt. Während die landwirtschaftlichen Direktvermarkter Erzeugnisse aus eigener Produktion verkaufen, bieten Maktfahrer, so wie andere gewerbliche Wiederverkäufer, zugekaufte Produkte an.

Der AK Test zeigt: Bei fast 23 Prozent (56) der Anbieter fehlten die vorgeschriebenen Informationen über Name, Adresse und Geschäftsart gänzlich. Bei knapp sechs Prozent (14) waren die Angaben unvollständig - so war etwa der Name und die Adresse angegeben, es gab aber keinen Hinweis auf die Geschäftsart. Rund drei Viertel der Anbieter (71,5 Prozent oder 176) hatten korrekte Angaben, "aber die Angaben sind oft nur mit Mühe zu finden. Das muss für die Konsumenten deutlich verbessert werden", verlangt Schöffl.

"Insgesamt ist das Ergebnis unbefriedigend", resümiert Schöffl. "Konsumenten wollen ja wissen, bei wem sie was einkaufen." Daher verlangt die AK klarere Informationen für die Konsumenten:
+ Die Marktplätze für landwirtschaftliche Produzenten und Marktfahrer müssen räumlich besser getrennt werden.
+ Die Anbieter müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Informationspflichten einhalten.
+ Die Konsumenten müssen die Informationen über die Standler leicht finden. Die Angaben am Schild sollen einheitlich und gut sichtbar platziert werden.

Unter die Lupe genommen hat die AK von Mai bis Juli zehn Wiener Bauernmärkte mit insgesamt 246 Marktständen: Karmelitermarkt, Naschmarkt, Yppenplatz, Hannovermarkt, Kutschkermarkt, Floridsdorfer Markt, Viktor-Adler-Markt, Meiselmarkt, Meidlinger Markt und Rochusmarkt.

SERVICE: Die Erhebung finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at

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