BM Spindelegger und LH Dörfler trafen sich zu politischem Sommergipfel

Hauptthemen waren die ausgezeichnete Nachbarschaftspolitik sowie die Volksgruppen- und Ortstafelfrage

Klagenfurt (OTS/LPD) - Zu einem erstmaligen persönlichen Treffen zwischen Außenminister Michael Spindelegger und Kärntens Landeshauptmann Gerhard Dörfler kam es heute, Dienstag, am Wörthersee. Hauptthemen bei diesem politischen Sommergipfel waren Kärntens Rolle im Alpen-Adria-Raum, die Dreiländer-Ski-WM "Senza Confini" sowie die Kärntner Volksgruppenfrage. "Es war mir eine große Freude, Bundesminister Spindelegger in Kärnten begrüßen zu dürfen und mich mit ihm über wichtige politische Themen auszutauschen", fasst Dörfler das Gespräch zusammen.

Dörfler informierte den Außenminister über die positive Entwicklung im Bereich der südlichen Nachbarschaft, die mit der Gründung der Euregio "Senza Confini" mit den Partnern Friaul-Julisch Venetien, dem Veneto und Kärnten auf eine guten Basis gestellt wurde. Die gute Zusammenarbeit mit den Regierungschefs Renzo Tondo (Friaul-Julisch Venetien) und Giancarlo Galan (Veneto), dem inzwischen Luca Zaia nachgefolgt ist, sieht der Kärntner Landeshauptmann als wichtige Grundlage für eine Zukunftspolitik im Alpen-Adria-Raum. Als weitere Kooperationspartner dieses Projektes erwähnte Dörfler auch Kroatien sowie Slowenien, die zukünftig ebenfalls in die Euregio eingebaut werden können.

Weiters besprochen wurde das Projekt Dreiländer-Ski-WM "Senza Confini" mit Tarvis, Kranjska Gora und Bad Kleinkirchheim als geplanten Veranstaltungsorten. Dörfler hofft hier auch auf die Unterstützung des Außenministers sowie auf jene des EU-Kommissars Johannes Hahn. "Nachdem EU-Kommissar Hahn für Regionalpolitik zuständig ist und das Projekt der Senza Confini Ski-WM eine richtungsweisende Regionalentwicklung im Nachbarschaftsraum Kärnten, Slowenien und Oberitalien bringen kann, würde es mich sehr freuen, wenn wir auch seitens der Europäischen Union die entsprechende Unterstützung bekommen würden", so Dörfler.

Beim Treffen zwischen Dörfler und Spindelegger wurde die Ortstafel- und Volksgruppenfrage ebenfalls ausführlich diskutiert, wobei beide Gesprächspartner übereingekommen sind, dass es keinen zeitlichen Stress im Rahmen der zu führenden Verhandlungen geben solle. Einig waren sich die Gesprächspartner auch, dass eine kluge Lösung der Kärntner Ortstafelfrage keine Sieger und Verlierer hervorbringen dürfe und dass eine zufriedenstellende Lösung klarerweise nur dann gegeben sein werde, wenn es eine endgültige und finale Klärung der Kärntner Ortstafelfrage gebe. Laut Dörfler sei in den nächsten Wochen zu klären, wer die Verhandlungen für den Bund, das Land Kärnten, die Kärntner Volksgruppe und die Kärntner Heimatverbände führen solle.

Für Dörfler verlief das Gespräch mit dem Minister sehr positiv. "Es hat mich sehr gefreut, Bundesminister Spindelegger als sehr sympathisches und äußerst umgängliches Mitglied der österreichischen Bundesregierung kennengelernt zu haben." Dörfler hofft, in Zukunft gerade im Bereich der Nachbarschaftspolitik gemeinsam mit dem Außenminister positive Akzente setzen zu können.
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