Grüne Wien: Mini-Sicherung schützt nicht vor der Armutsfalle

Zu geringe Höhe der bedarfsorientierten Mindestsicherung heute in Landesregierung beschlossen

Wien (OTS) - "744 Euro im Monat: Diese Mini-Sicherung ist zu niedrig, um ein Leben frei von Armut führen zu können. Die steigenden Armutszahlen in Wien werden von der SPÖ einfach nicht zur Kenntnis genommen", beginnt Stadtrat David Ellensohn seine Kritik an der heute Vormittag in der Wiener Landesregierung beschlossenen Minisicherung.

"Heute wurde in Wien die letzte Chance auf eine armutsfeste Grundsicherung verspielt. Alle NGOs im Bereich Armutsbekämpfung sind sich einig, dass die 744 Euro im Monat nicht ausreichen. In Oberösterreich wird noch verhandelt, es zeichnet sich aber ab, dass die 744 Euro nicht 12mal sondern 13mal zur Auszahlung kommen. In Wien erhalten minderjährige Kinder eine Minisicherung von 133 Euro im Monat. Das ebenfalls von der Sozialdemokratie regierte Salzburg hat immerhin eine zusätzliche jährliche Auszahlung, also 13 statt 12 Auszahlungen, für Kinder umgesetzt. Die Bekämpfung der Kinderarmut muss aber gerade in Wien ein besonders wichtiges politisches Ziel sein. Der eben erst erschienene "Erste Wiener Armuts- und Reichtumsbericht der Grünen Wien" belegt, dass in Wien 3 von 10 Kindern in Sozialhilfehaushalten leben und ein knappes Viertel der Wiener Kinder in der Armutsfalle steckt. Mit der neuen Minisicherung wird sich an der Kinderarmut in Wien leider gar nichts ändern. Wir fordern einen Stadtaktionsplan zur Halbierung der Kinderarmut bis 2015", schließt Ellensohn.

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