ÖAMTC demonstrierte Wirksamkeit von ABS bei Motorrädern (+Foto)

Clubexperte fordert, dass alle Neufahrzeuge mit ABS ausgeliefert werden können

Wien (OTS) - Eine Notbremsung mit einem Motorrad ohne ABS ist eine Gratwanderung. "Um einen Zusammenstoß zu verhindern, muss ein Motorradfahrer sein Fahrzeug in einer Gefahrensituation möglichst rasch zum Stillstand bringen. Allerdings besteht bei einer Notbremsung die Gefahr, dass das Vorderrad durch zu starkes Bremsen blockiert. Und das endet fast immer mit einem Sturz", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl die Herausforderung. Auf nassem, verschmutztem oder aus anderen Gründen glattem Untergrund ist die Gefahr eines blockierenden Vorderrads besonders groß. Hier greift ABS ein - es verhindert ein Blockieren der Räder und damit einen Sturz. Mit vier unterschiedlichen Motorrädern - einer BMW S1000 RR, einer Honda VFR 1200 F, einer Kawasaki Z 750 und einem Honda S-Wing 125er-Roller - demonstrierte der ÖAMTC in Zusammenarbeit mit seinen europäischen Schwesterclubs die Wirksamkeit von ABS bei Motorrädern.

Dazu wurde eine gefährliche Verkehrssituation mit einem wendenden Pkw simuliert und Modellbremsungen mit verschiedenen Motorrädern mit und teilweise ohne ABS auf einem Übungsplatz durchgeführt. Bei der Verkehrssituation war ein Motorradfahrer mit 70 km/h auf einer schmalen, regennassen Straße unterwegs. Die eine Seite war von einer Leitplanke, die andere von parkenden Autos begrenzt. Ohne zu blinken fuhr ein Van plötzlich zwischen den parkenden Autos heraus und setzte zu einem Wendemanöver an. Der Motorradfahrer konnte nur mit einer Notbremsung einen Zusammenstoß verhindern. "Die Demos zeigen, dass ein Motorrad-ABS Unfälle verhindern oder zumindest die Schwere eines Unfalls reduzieren kann. Ein ABS ermöglicht ein sicheres Anhalten und einen kurzen Bremsweg auf der Geraden - auch auf rutschiger Fahrbahn", so der ÖAMTC-Techniker.

Kerbl fordert daher eine möglichst schnelle Einführung von serienmäßigen ABS in allen Klassen von Motorrädern und Leichtkrafträdern, inklusive Roller. "Einen ersten Schritt könnten die Hersteller setzen, indem alle Neufahrzeuge mit ABS angeboten werden", erklärt der ÖAMTC-Techniker.

Die Verantwortung liegt aber auch bei den Motorradfahrern selbst. Entscheidend ist die Kombination aus bestmöglicher Ausrüstung, Fahrzeugbeherrschung und angepasster Fahrweise. "Wer ein neues Motorrad oder einen Roller kauft, sollte unbedingt darauf achten, dass das Fahrzeug ABS hat", rät der ÖAMTC-Experte. Darüber hinaus ist richtiges Bremsen Übungssache. "Jedes Fahrzeug ist nur so gut wie sein Fahrer. In einer Gefahrensituation muss die richtige Reaktion automatisiert ablaufen. Das funktioniert nur, wenn man es vorher geübt hat", weiß Kerbl. Bei einem Motorradkurs in einem der neun ÖAMTC-Fahrtechnikzentren trainiert man das optimale Handling des Bikes, damit in brenzligen Situationen alles automatisiert sicher abläuft.

Infos und Anmeldemöglichkeiten zu den ÖAMTC-Motorradtrainings gibt es online unter www.oeamtc.at/fahrtechnik und telefonisch unter (02253) 81700 - 2100.

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