Schatz zu Lehrstellen: Drückeberger unter den Betrieben sollen einzahlen

Überbetriebliche Ausbildungsplätze aufzustocken ist begrüßenswert, kann aber keine Dauerlösung sein

Wien (OTS) - "Wichtig ist, dass junge Menschen eine gute
Ausbildung bekommen. Auch wenn die Ausbildungsgarantie ihre Detailprobleme hat, ist es zu begrüßen, dass AMS-Maßnahmen ausgleichen, was die österreichischen Betriebe nicht leisten wollen", kommentiert Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen die heutige Ankündigung von AMS-Chef Kopf, die überbetrieblichen Ausbildungsplätze aufzustocken.

"Doch klar ist, dass dieser Weg keine Dauerlösung sein kann. Man kann wirklich erwarten, dass Betriebe, die sich vor der Ausbildung junger Menschen drücken, zumindest einen finanziellen Beitrag in einen Lastenausgleichstopf zahlen", so Schatz, die aber mittelfristig eine gänzliche Reform der Berufsausbildung verlangt.
"Seit Jahren funktioniert das System nicht mehr. Es wird daran herum gedoktort - eine Förderung da, ein Reförmchen dort. Der Staat übernimmt immer mehr Verantwortung und Kosten, die Qualität steigt aber nicht. Die Sozialpartner bewegen sich nicht, Retro-Strukturen werden gepflegt und die jungen Leute zahlen drauf. Die Grünen schlagen vor, das jetzige duale System in ein triales umzuwandeln. Die Lehrlinge verbringen ein Drittel ihrer Lehrzeit im Betrieb, ein Drittel in der neuen Berufsschule - die damit aufgewertet wird - und ein Drittel der Zeit in einer überbetrieblichen Ausbildungsstätte, die eine Lehrwerkstätte oder auch ein Ausbildungsverbund sein kann. So wird das allgemeine Bildungsniveau der LehrabsolventInnen erhöht und die Ausbildungsbelastung der Betriebe durch die Kooperation mit den überbetrieblichen Einrichtungen reduziert", erklärt Schatz abschließend.

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