Gefälschtes Profil-Dokument: BZÖ ruft Presserat an

Wien (OTS) - Das BZÖ wird bezüglich des gefälschten und in "Profil" veröffentlichten Dokuments über behauptete Geldflüsse von fünf Millionen Euro von Saddam Hussein an Jörg Haider und Ewald Stadler den österreichischen Presserat anrufen. Dies kündigt BZÖ-Generalsekretär Mag. Christian Ebner an. "Die Profil-Redaktion hat eindeutig die journalistische Sorgfaltspflicht verletzt und ein auf einen Blick erkennbar plump gefälschtes Dokument veröffentlicht. Es stellt sich jetzt die Frage, ob dies ganz bewusst getan wurde, um Personen wie den verstorbenen Landeshauptmann Jörg Haider und BZÖ-Abgeordneten Ewald Stadler zu diskreditieren oder hier ganz simpel mangelnde journalistische Sorgfalt vorliegt", so Ebner, der darauf verweist, dass in der gesamten österreichischen Medienbranche nur mehr Kopfschütteln über diese Profil-Blamage herrscht.

Ebner weist darauf hin, dass sich die in Profil Nummer 32/2010 veröffentlichte Übersetzung und die in Profil Nummer 33/2010 präsentierte Übersetzung des angeblichen Berichts des irakischen Außenministeriums über Saddam-Millionen an Jörg Haider und Ewald Stadler gravierend unterscheiden. Bei der neuen Version 33/2010 des "hundertprozentig echten" Dokuments fehlt das Siegel der Erstversion - vielleicht deshalb, weil Profil bemerkt hat, dass dieses Siegel erst seit diesem Jahr in irakischer Verwendung ist, also für ein Dokument aus dem Jahr 2008 schlecht taugt. Die Groß - und Kleinschreibung differiert allein in der Kopfzeile. Die grafische Lage des Briefkopfes ist verändert. Der Stempel des Ministeriums ist ein anderer und grafisch verschoben. Das Datum steht an anderer Stelle. Der erste Absatz besteht einmal aus fünf Zeilen, einmal aus vier. Der dritte Absatz besteht einmal aus zwei Zeilen, einmal aus drei. In einer Version wird Jörg Haider mit "Ö" geschrieben, in der anderen mit "O". Das Datum des Besuchs differiert, ansonsten ist aber wortident der gleiche Text vorhanden, mit der genau gleichen Summe. Bei der neuen Version ist auch die auf der Erstversion vorhandene Unterschrift zufälligerweise abgeschnitten, vielleicht deshalb, weil der Unterschreiber nichts von dieser Unterschrift weiß.

"Es besteht mittlerweile der unglaubliche Verdacht, dass hier von Profil nicht recherchiert, sondern manipuliert wurde. Der Presserat hat auf die Ethik und Qualität im Journalismus zu achten. Ich gehe davon aus, dass der Presserat objektiv und sachlich die Causa "Dokumenten-Fälschung" durch Profil prüft und auch Konsequenzen gezogen werden", so der BZÖ-Generalsekretär.

Rückfragen & Kontakt:

Pressereferat Parlamentsklub des BZÖ

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | BZC0002