Wölfe in Tirol: VIER PFOTEN fordert Koexistenz statt Abschuss

Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN widerspricht energisch Forderungen, den Wolf im Tiroler Almtal abzuschießen. "Anstatt ständig die Jagd einzelner Tiere zu fordern, muss mit geeigneten Maßnahmen die Koexistenz von Mensch und Wolf sichergestellt werden", erklärt Johanna Stadler, Geschäftsführerin von VIER PFOTEN.

VIER PFOTEN begrüßt die langsame Rückkehr von Wölfen nach Österreich. Mensch und Wolf leben in vielen europäischen Ländern wie Italien, Slowenien und der Slowakei gut miteinander. Zwar fallen vor allem Schafe und Ziegen ins Beutespektrum von Wölfen, sie können aber wirksam geschützt werden. In anderen Ländern haben sich hierfür Elektrozäune und Herdenschutzhunde bewährt. Auch sollen Halter, deren Nutztiere einem Wolfsangriff zum Opfer gefallen sind, unbürokratisch entschädigt werden. Tierhalter in nachgewiesenen Wolfsgebieten sollten als Vorraussetzung für Zahlungen jedoch einen ausreichenden Schutz der Herden vor Wölfen sicherstellen.

Bestehenden Vorurteilen muss mit sachlicher Aufklärung entgegen getreten werden. Wölfe stellen für die Bevölkerung keine ernsthafte Gefahr dar. Die Tiere bemerken Menschen frühzeitig und suchen das Weite. Die Anwesenheit der faszinierenden Tiere kann auch eine Chance für die Region bedeuten und eine Attraktion für naturverbundene Touristen darstellen.

Experten rechnen bereits seit längerem mit einer verstärkten Zuwanderung von Wölfen, da die Populationen in den Nachbarländern aufgrund wirksamer Schutzmaßnahmen angewachsen sind. Eine große Mehrheit der Österreicher begrüßt die langsame Rückkehr der Wölfe nach Österreich. "Das Märchen vom bösen, gefährlichen Wolf ist wissenschaftlich längst widerlegt und gehört ins Reich der Mythen", so Stadler.

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Thomas Pietsch
Wildtier-Experte, VIER PFOTEN
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