Sima: Knapp 10.000 Amtshandlungen der WasteWatcher für mehr Sauberkeit in der Stadt

Wien (OTS) - Um 36 % mehr Amtshandlungen wie Ermahnungen, Mandate und Anzeigen, haben die WasteWatcher im ersten Halbjahr 2010 zum Vergleichszeitraum im Jahr davor getätigt. "Seit Beginn ihrer Tätigkeiten im Februar 2008 bis heute haben die WasteWatcher als Organe der öffentlichen Aufsicht 9.711 Amtshandlungen vollzogen und dazu beigetragen, dass Wien zu den saubersten Städten der Welt zählt. Ende August wird die 10 000-Marke an Amthandlungen vermutlich überschritten sein", zieht Umweltstadträtin Ulli Sima Bilanz. "In Wien muss sich jeder an die Sauberkeitsspielregeln halten, unser Angebot an legalen Entsorgungsmöglichkeiten ist top und es gibt wirklich keine Ausreden mehr, seinen Müll oder den Hundekot ordnungsgemäß zu entsorgen", betont Sima.

Im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009 konnten im gleichen Zeitabschnitt 2010 um 36 % mehr Amtshandlungen gesetzt werden. Das bedeutet, dass heuer bereits 1.373 Ermahnungen, 1.057 Strafmandate zu je 36 Euro und 558 Anzeigen ausgesprochen wurden. Zusätzlich wurden heuer bereits über 12.000 Info-Gespräche über die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen getätigt.

Neben den 50 hauptberuflichen WasteWatchern sorgen weitere 310 ausgebildete Mitarbeiter im Rahmen ihres Außendienstes dafür, dass die Sauberkeitsspielregeln eingehalten werden. "Die Situation hat sich merklich verbessert, vor allem auch im Bereich des Hundekots", so Sima. Eine Studie vom Frühjahr belegt, dass die Hundesackerlautomaten von den Hundebesitzern gut angenommen werden, täglich landen über 47.000 gefüllte Hundekotsackerl in Wiens Mistkübel. Die Stadt Wien bietet gratis Sackerl in über 2.500 Sackerlautomaten. "Das gute Angebot und die strengen Kontrollen inklusive Strafen sorgen dafür, dass die Stadt merklich sauberer ist" so Sima.

Organmandat 36 Euro - bei Anzeigen wirds teuer

Für Müllsünder, die ihren Müll oder den Hundekot auf öffentlichen Plätzen zurücklassen, droht ein Organmandat von 36 Euro, Anzeigen können im schweren Fall bis zu 2.000 Euro ausmachen. "Unser Ziel sind aber nicht die Strafen, sondern maximale Sauberkeit. Die Gelder, die eingenommen werden, sind zweckgebunden und werden für Sauberkeitsmaßnahmen eingesetzt", erläutert Sima.

Umfragen belegen: WasteWatcher beliebt und Situation in den Augen der Bevölkerung eindeutig besser geworden

Die WasteWatcher erfreuen sich enormer Beliebtheit, 87 % halten sie für eine gute Einrichtung, was für eine Straftruppe ein sensationeller Wert ist. Eine brandneue IFES-Umfrage zeigt, dass 65 % der Wienerinnen und Wiener wissen, dass die MA 48 eine eigene Einsatztruppe hat, die Verunreinigungen kontrolliert und straft. 49 % sind der Meinung, dass sich durch die Einführung der Kontrollorgane die Sauberkeit in Bezug auf Hundekot verbessert hat, im Oktober 2009 waren es 34 %. Weiters zeigt die Umfrage von IFES, dass 37 % persönlich bereits oft wahrgenommen haben, dass Hundebesitzer den Kot ihrer Hunde aufgehoben haben, 48 % sehen das zumindest vereinzelt. Unter den Hundebesitzern geben sogar 56 % an, schon oft gesehen zu haben, dass die Hinterlassenschaften der Vierbeiner von den Hundebesitzern weggeräumt wird.

Schwerpunkt Parks und Donauinsel

Unterwegs ist die Truppe auch in Parks und Grünflächen oder auf der Donauinsel, wo naturgemäß im Sommer Hochbetrieb herrscht.
Für den täglichen Einsatz der WasteWatcher stehen neben 6 Smart-Fahrzeugen auch weitere 5 VW-Caddy Erdgasfahrzeuge im eindeutigen Design zur Verfügung. Auf der Donauinsel sind die WasteWatcher umweltfreundlich mit Dienstfahrrädern unterwegs. Bei Ihren Rundgängen in der Stadt und in den Parks sind die WasteWatcher aber wie bisher zu Fuß unterwegs, in Uniform bzw. in zivil.

Es gibt immer wieder Schwerpunkttage, an denen bis zu 100 WasteWatcher zugleich die Bezirke kontrollieren, der nächste steht am 21. August in verschiedenen Bezirken im Westen Wiens an.

Keine Ausreden: Breites Serviceangebot - nun auch online auf www.wien.gv.at/Stadtplan

Die Stadt Wien bietet mit über 21.000 öffentlichen Papierkörben, 2.500 Hundsackerlautomaten, 4.500 öffentlichen Standorten zur Altstoffsammlung und 19 Mistplätzen ein überaus attraktives Serviceangebot für die Wiener Bevölkerung. Seit Juli sind die Einrichtungen zur Altstoffsammlung, sowie die Mistplätze, die Hundesackerlautomaten und die öffentlichen WC-Anlagen zudem online am Stadtplan der Stadt Wien - unter der Rubrik "Saubere Stadt" abrufbar. Die ordnungsgemäße Entsorgung von Abfällen wird daher mehr als leicht gemacht. Ausreden haben hierbei keine Chance und wer sich dennoch nicht an die Spielregeln hält, muss mit den WasteWatchern rechnen.

Akutelle Fallbeispiele aus dem Leben der WasteWatcher:

1) Eine Baufirma lagerte im 2. Bezirk Bauschutt, offene Zementsäcke neben einer genehmigten Baustelle in Baumscheiben. Aufgrund der Verunreinigung bekam die Baufirma eine Anzeige, die mit 220,- rechtskräftig abgeschlossen wurde.

2) Ein Mann verlagerte im 16. Bezirk schmutzige, mit Chemikalien versehenes Wasser, sowie Abfälle seines Fleischwarengeschäftes auf die Fahrbahn und wurde von den Überwachungsorganen dabei gesehen. Der Herr zeigte sich trotz Rechtsbelehrung uneinsichtig und bestand darauf angezeigt zu werden. 75,- Euro rechtskräftige Strafe war die Folge.

3) 2 Plakatierer beklebten die Wand einer Unterführung im 22. Bezirk und wurden dabei auf frischer Tat ertappt. Jeder der beiden bekam 75,- Strafe.

4) Ein Mann räumte im 15. Bezirk ein Kellerlokal und ließ die halbe Einrichtung am Gehsteig stehen. Nach einem Hinweis der dort lebenden Anrainer konnten die Überwachungsorgane durch Beweismittel und mit Hilfe der Anwohner den Verursacher eruieren. Dieser wurde angezeigt und bekam 330,- rechtskräftige Strafe.

5) Ein Hundebesitzer räumte im 10. Bezirk den Kot seines Hundes nicht weg und wurde von den Organen daraufhin angesprochen. Der Mann reagierte uneinsichtig und meinte, dass keine Hundesackerlspender vorhanden seien. Ihm wurde die Rechtslage erklärt und außerdem wurde er informiert, dass die Hundesackerlspender eine Gratis-Zusatzleistung der MA 48 ist, jedoch jeder Hundebesitzer ein Behelfnis zur Entfernung des Kotes selbst mithaben sollte. Übrigens befand sich nicht unweit ein Hundesackerlspender der Stadt Wien. Da die Ausweisleistung verweigert wurde, musste die Polizei zur Datenaufnahme hinzugeholt werden. Den Hundekot hob der Mann trotz Aufforderung nicht auf. - Anzeige mit 320,- rechtskräftig abgeschlossen.

6) Im 15. Bezirk wurde eine Dame beobachtet, deren Hund in einer Baumscheibe kotete. Die Beamten warteten, ob die Dame vielleicht zum in der Nähe befindlichen Hundesackerlspender gehen würde. Da sie aber daran vorbeiging, wurde sie von den Organen angehalten. Trotz Aufforderung räumte sie den Kot nicht weg. Im Zuge des Anzeigeverfahrens stellte sich heraus, dass diese Frau bereits im Jahr 2008 rechtskräftig bestraft wurde und somit eine Wiederholungstäterin ist. Die Anzeige wurde daher diesmal mit 320,-rechtskräftig abgeschlossen. Da sie im Jahr 2008 mit 150,- bestraft wurde, hat sich die Strafe nun verdoppelt. Insgesamt musste sie für 2 Hundekothaufen 470,- bezahlen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Anita Voraberger
Mediensprecherin
Umweltstadträtin Maga Ulli Sima
Tel.: +43 1 4000 81353
Mobil: +43 664 16 58 655
E-Mail: anita.voraberger@wien.gv.at
www.natuerlich.wien.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0007