Kärntner Herzinfarktpatienten haben beste Überlebenschancen

LHStv. Kaiser: Kompetenznetzwerk Herzinfarkt Kärnten ist wie eine Lebensversicherung

Klagenfurt (OTS/LPD) - Laut Statistik Austria wurden im
vergangenen Jahr in den Kärntner Krankenhäusern 955 akute Herzinfarkte gezählt. 834 Patienten davon wurden in den dafür eingerichteten Herzkatheter-Labors in den beiden LKH Klagenfurt und Villach behandelt. Dank der raschen und kompetenten Behandlung konnten damit 96.5 Prozent aller im Katheterlabor zeitgerecht behandelten Herzinfarktpatienten gerettet werden. Die meisten dieser Patienten führen danach wieder ein beschwerdefreies und unabhängiges Leben.

"Wir konnten die Krankenhaussterblichkeit des akuten Herzinfarkts in den letzten zehn Jahren von 14.9 Prozent auf 3,5 Prozent (bei zeitgerechter Herzkatheterbehandlung) höchst signifikant verringern. Kärnten liegt damit nicht nur österreichwei, sondern auch international im Spitzenfeld", verdeutlichte Kärntens Gesundheitsreferent LHStv. Peter Kaiser heute, Freitag, im Rahmen einer Pressekonferenz mit dem medizinischen Leiter des Kompetenznetzwerks Herzinfarkt Kärnten Primar Georg Grimm vom Herzkatheter-Labor Klagenfurt, seinem Villacher Kollegen, Primar Harald Wimmer, und dem Chefarzt des RK Kärnten Christian Wutti als Vertreter des Kärntner Notärztewesens, präsentierte Kaiser diese kärntenweit operierende Einrichtung, die für diese erfreuliche Entwicklung gesorgt hat.

Während in Kärnten, vor allem Dank der Initiative von Professor Grimm und seinem Ärzteteam, bereits 87 Prozent aller Herzinfarkte in einem der beiden Herzkatheter-Labors im Klinikum Klagenfurt, das seit 2005 über einen Rund-um-die-Uhr-Bereitschaftsdienst verfügt, oder im LKH Villach, wo das Katheter-Labor für Infarktpatienten tagsüber einsatzbereit ist, behandelt werden, liegt dieser Anteil österreichweit im Durchschnitt bei erst 35 Prozent.

"Das Hauptsymptom des akuten Herzinfarkts ist der über mindestens 15 Minuten anhaltende Brustschmerz mit oder ohne Ausstrahlung in den linken Arm, Kieferbereich, Atemnot, Schweißausbruch und Angst. Der entscheidende Punkt einer erfolgreichen Infarktbehandlung liegt darin, dass die Symptome eines möglichen Herzinfarkts rasch erkannt werden und ein unverzüglicher Transfer des Patienten in eines der beiden Katheter-Zentren veranlasst wird", erklärte Grimm.

Eine besondere Rolle komme deswegen dem richtigen Vorgehen der Betroffenen bzw. deren Angehörigen, sonstiger Beteiligter und insbesondere dem Notarztsystem zu. "Wer sofort den Notruf 144 wählt, sichert dem Herzinfarktpatienten die besten Überlebenschance, denn über den Notarzt wird meistens der direkte Transport in das Katheter-Labor der LKH Klagenfurt oder Villach eingeleitet", so Notärztesprecher Wutti. Dieser strich in diesem Zusammenhang auch die von Gesundheitsreferent Kaiser initiierte Kampagne "Eins Vier Vier -das merk? ich mir" hervor: "Sinnvolle, bewusstseinsbildende Maßnahmen, die Leben retten können".

Laut Kaiser wird daran gearbeitet, das Ergebnis der Infarktbehandlung noch weiter zu verbessern, indem durch raschere Behandlung zukünftig noch mehr funktionsfähiges Herzmuskelgewebe gerettet werden soll. "Durch eine noch bessere Zusammenarbeit mit den Notärzten soll in Zukunft die Zahl der Sekundärtransporte verringert werden. Herzinfarktpatienten sollen überhaupt nicht mehr in das nächstgelegene Krankenhaus, sondern generell direkt in eines der beiden Herzkatheter-Labors in Klagenfurt oder Villach transportiert werden", so Kaiser.

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