AK zu Fachhochschulen: Ausbaustopp schadet berufstätigen Studierenden

Ende der Begutachtungsfrist zum Fachhochschulplan - Arbeiterkammer verlangt den weiteren Ausbau der Fachhochschulen

Wien (OTS) - Noch schlechtere Chancen von Berufstätigen und Arbeiterkindern auf ein Studium: Das bedeutet nach Auffassung der Arbeiterkammer der geplante Ausbaustopp für die Fachhochschulen. Heute, Freitag, endet die Begutachtungsfrist für den neuen Fachhochschulplan der Wissenschaftsministerin. Die Fachhochschulen müssen weiter ausgebaut werden, verlangt die Arbeiterkammer in ihrer Stellungnahme. Denn an den Fachhochschulen war bisher der Anteil der Studierenden aus sozial schwächeren Schichten und ohne traditionelle Schulmatura wesentlich höher als an den Universitäten - und nur die Fachhochschulen bieten eigene Studiengänge für Berufstätige. Mit dem Ausbaustopp bleibt die übereinstimmende Prioritätensetzung des Hochschuldialogs auf den Fachhochschulsektor eine Worthülse. Als zu vage kritisiert die Arbeiterkammer die Ziele für mehr Qualität an den Fachhochschulen.

Schon jetzt herrscht an vielen Fachhochschul-Studiengängen Platzmangel, vor allem in den sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Bereichen. Zusätzlich machen Jahr für Jahr mehr Junge in Österreich die Matura, ist auch durch den doppelten Maturajahrgang in Deutschland mit einem heftigen Ansturm auf die österreichischen Universitäten zu rechnen. Ein Ausbaustopp für die Fachhochschulen wird den Kampf um die Studienplätze verschärfen und Berufstätigen und Arbeiterkindern den Zugang zum Studium erschweren, warnt die Arbeiterkammer.

Stattdessen müssen die Fachhochschulen weiter ausgebaut werden -auch, um die selbstgesteckten Ziele der Wissenschaftsministerin für mehr Qualität an den Fachhochschulen zu erfüllen. Wichtig ist der Arbeiterkammer die Aufstockung des Anteils der Studiengänge für Berufstätige. Nötig sind auch konkrete Maßnahmen, damit mehr Menschen ohne traditionelle Schulmatura studieren können. Dafür müssen verbindliche Ziele gesetzt werden, deren Einhaltung auch überprüft wird.

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