Doppelgeleisigkeiten im Bildungssystem beenden

LHStv. Scheuch: Zusammenlegung der Kompetenzen bringt große Einsparungen - LH Dörfler: Thema bei nächster LH-Konferenz einer Lösung zuführen

Klagenfurt (OTS/LPD) - In der Debatte rund um die Kompetenzaufteilung bei den Lehrern drücken jetzt Landeshauptmann Gerhard Dörfler und Bildungsreferent LHStv. Uwe Scheuch aufs Tempo und fordern mehr Initiative der Bundesregierung. Bildungsreferent Scheuch: "Die Doppelgleisigkeiten bei den Lehrerkompetenzen müssen schleunigst beendet werden. Kein Mensch braucht ein zwischen Bund und Land aufgesplittetes System. Das ist ineffizient, langsam und führt nur zu Mehrkosten auf beiden Seiten." Daher müsse sich die Bundesregierung endlich zu einer Entscheidung durchringen und dann mit der Landeshauptleutekonferenz in Verhandlung treten. Das Bundesland Kärnten habe schon vor langem eine Verländerung der Schulkompetenzen gefordert.

Die gestrige Vorgehensweise von Erwin Pröll bezeichnet Dörfler als One-Man-Show, die allein zur persönlichen Inszenierung gedient habe. "Die Forderung von Pröll war in keinster Weise mit den Bundesländern abgestimmt", so Dörfler, der aber in der Sache selbst die Zeit reif sieht, dass endlich Nägel mit Köpfen gemacht würden.

"Die Lehrerkompetenzen müssen zusammengelegt werden. Ich werde das Thema Lehrer daher bei der nächsten Landeshauptleutekonferenz mit Nachdruck ansprechen, damit wir der Bundesregierung mit einer Stimme gegenübertreten. Eine gute Lösung braucht jedenfalls ein stimmiges Gesamtpaket." So sollten auch die Themen Gesamt- und Ganztagsschule sowie die Integrations- und Bildungsproblematik dringend behandelt werden, fordert Dörfler. "Um eine solide Schulpolitik betreiben zu können, sei es dringend notwendig, ein Zukunftsschulpaket zu schnüren. Dieses muss sich vom veralteten und antiquierten System Neugebauer unterscheiden", so Dörfler.

Kritisch äußerten sich Dörfler und Scheuch zu den Mißtönen innerhalb der Bundesregierung. "Ich halte es für nicht besonders kollegial, wenn man hinter dem Rücken der zuständigen Ministerin mit einzelnen Ländern Gespräche führt. Bundeskanzler Faymann wäre gut beraten, in dieser Frage auf die Fachkompetenz des Unterrichtsministeriums zu vertrauen. Fingerspitzengefühl und Führungsstärke sind angesagt, nicht Geheimniskrämerei und Intrigantentum", so Scheuch. Auch Dörfler fordert ein akkordiertes Vorgehen. "Alle Beteiligten sehen den Handlungsbedarf. Zudem sollten sich Bundeskanzler und Unterrichtsministerin im Sinne einer erfolgreichen Schulpolitik endlich lösungsbereit zeigen", betont Dörfler.

Rückfragen & Kontakt:

Kärntner Landesregierung, Landespressedienst
Tel.: 05- 0536-22 852
http://www.ktn.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKL0001