ÖAMTC: So umgeht man zwei Jahre lang die neue Einreisegebühr in die USA

Bis 7. September ist die ESTA-Einreisegenehmigung noch kostenlos

Wien (OTS) - USA-Reisen werden ab 8. September teurer. Wie die
U.S. Grenzschutzbehörde bekanntgab, müssen alle Reisenden aus den Visa-Waiver Ländern, also auch Österreicher, für die Einreise in die USA 14 Dollar (derzeit ca. 10,80 Euro) bezahlen. Die Gebühr wird direkt beim ESTA-Antrag fällig und kann mit Kreditkarte (derzeit nur MasterCard, Visa, American Express und Discover) entrichtet werden. Auch Bankkarten mit dem Visa- oder MasterCard Symbol werden akzeptiert. Der Antrag ist nach der Genehmigung zwei Jahre gültig, solange kein neuer Reisepass ausgestellt werden muss. "Wer also plant, in den kommenden zwei Jahren in die USA zu reisen, kann sich die Gebühr sparen, wenn er noch vor dem 8. September einen ESTA-Antrag stellt", erklärt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. Wird der Reisepass neu ausgestellt, z.B. durch Ablauf der Gültigkeitsperiode oder durch Namensänderung, dann muss aber auch der ESTA-Antrag neu gestellt werden.

Während der Gültigkeitsperiode einer bestätigten Reisegenehmigung darf auch mehrmals in die USA eingereist werden. "Die Gefahr, dass die Gebühr bei der Einreise in die USA eingehoben wird, besteht derzeit laut Auskunft der Wiener US-Botschaft nicht", weiß die ÖAMTC-Touristikerin. Macht man trotz genehmigtem ESTA-Antrag keine Reise in die USA, dann verfällt die Einreisegenehmigung nach zwei Jahren automatisch. Danach muss wieder ein neuer - dann kostenpflichtiger - Antrag gestellt werden.

Allgemeine Informationen zu ESTA (Electronic System for Travel Authorization)

Seit 12. Jänner 2009 muss man spätestens 72 Stunden vor Reiseantritt in die USA eine Online-Registrierung vornehmen. Dieses ESTA-System beinhaltet einen Fragenkatalog mit Angaben zu persönlichen Daten. Die elektronische Registrierung ist für alle Staatsbürger aus den "Visa Waiver Programm"-Ländern verpflichtend, zu denen auch Österreich gehört. "Das 'Visa Waiver Programm' ermöglicht, dass österreichische Staatsbürger für maximal 90 Tage ohne Visum in die USA einreisen können", erklärt die ÖAMTC-Touristikerin.

Ausnahmen, bei denen ein Visum beantragt werden muss

Die Visumspflicht besteht auch weiterhin für Inhaber bordeauxroter Reisepässe, die zwischen dem 26.10.2005 und 15.06.2006 ausgestellt bzw. verlängert wurden. In diesem Fall empfiehlt die ÖAMTC-Touristik die Ausstellung eines neuen Reisepasses, weil das kostengünstiger ist als die Beantragung eines Visums. Außerdem müssen alle Personen, die aus anderen als aus touristischen oder geschäftlichen Gründen in die USA einreisen wollen, ein Visum beantragen. So zum Beispiel für einen Au-pair-Aufenthalt, für ein Studium, Forschungstätigkeiten oder zum Arbeiten in den USA.

Weitere Tipps für Reisen in die USA

* Jedes Kind benötigt für die Einreise in die USA einen eigenen Reisepass mit Chip (Ausnahme: Kinderpässe, die zwischen 16.06.2006 und 25.10.2006 ausgestellt wurden). Sind Kinder nur im Pass der Eltern eingetragen oder hat der Pass keinen Chip bzw. ist nicht zwischen 16.06.2006 und 25.10.2006 ausgestellt, benötigen sie ein Visum. Auch hier ist die Ausstellung eines eigenen Reisepasses für das Kind günstiger als ein Visum.

* Bei der Ausstellung von Flugtickets rät die ÖAMTC-Touristikerin, darauf zu achten, dass die Namensschreibweise genau mit der des Reisepasses übereinstimmt.

* Reisende sind dazu angehalten, das Reisegepäck unversperrt einzuchecken. Gepäckstücke, die versperrt sind, werden üblicherweise gewaltsam durch Security-Bedienstete aufgebrochen und durchsucht.

* Bei Grenzkontrollen in den USA wird ein digitales Gesichtsfoto angefertigt, Fingerabdrücke genommen und beides abgespeichert. "Dadurch kann es zu Verzögerungen kommen", erklärt die ÖAMTC-Expertin.

Den Link für den ESTA-Antrag auf der offiziellen Website der US-Regierung sowie Tipps und Infos finden USA-Reisende in der ÖAMTC-Länderdatenbank unter www.oeamtc.at/laenderinfo. Mit dem ÖAMTC-Routenplaner können unter www.oeamtc.at/routenplaner Routen inklusive Kilometer- und Zeitangaben für die Vereinigten Staaten und Kanada berechnet werden.

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ÖAMTC-Öffentlichkeitsarbeit, Dagmar Halwachs, Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218, pressestelle@oeamtc.at, http://www.oeamtc.at

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