NetNeutrality - Ist der freie Zugang zum Internet in Gefahr?

Zusätzliche Vergebührung der Datenautobahn innovationshemmend für heimische Wirtschaft

Wien (OTS) - "NetNeutrality - also Neutralität bei der Übermittlung von Daten - ist ein wesentlicher Bestandteil eines fairen Wettbewerbs und muss unbedingt geschützt werden", so Barbara Kolm, Generalsekretärin des Wiener Hayek Instituts. Die Leiterin des wirtschaftsliberalen Think Tanks appelliert an die Politiker, eine Aufhebung der Netzneutralität unbedingt zu verhindern. Es wäre laut Kolm grob schädlich für die Wettbewerbsfähigkeit und vor allem alles andere als innovationsfördernd, wenn es in der Hand von Netzbetreibern liegt, zu entscheiden, welche Informationen wem und vor allem in welcher Geschwindigkeit zugänglich gemacht werden!

Bereits im Jahr 2007 hat das Hayek Institut in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer Österreich eine Konferenz abgehalten, in deren Rahmen auf die Wichtigkeit eines freien Zugangs zum Internet hingewiesen wurde. Nun ist durch die umstrittene Einigung der Internetriesen Verizon und Google das Unwort des Jahres 2006 wieder in aller Munde. Kolm betont, dass es nicht im Sinne des allgemeinen Wohls sein kann, nun auch schon im bloßen Bereitstellen von Informationen Barrieren aufzubauen. Denn: "Ein Großteil der heimischen Unternehmen ist im KMU- sowie im Bereich der Ein-Personen-Unternehmen angesiedelt. Unternehmen, die an sich schon mit dem Nachteil der geringeren Mittel im Vergleich zu Konzernen zu kämpfen haben. Wenn diesen Unternehmen nun auch verwehrt wird, dass ihre Informationen in gleicher Form zugänglich gemacht werden, werden wir uns innerhalb kürzester Zeit mit einer weiteren Krise konfrontiert sehen", warnt die Leiterin des wirtschaftsliberalen Think Tanks.

Dass die Innovationskraft unter einer Einschränkung des freien Zugangs sowie einer zusätzlicher Vergebührung von Contents leiden würde, ist laut Kolm ein weiterer Grund, die Datenautobahn mit keiner weiteren Maut zu versehen. "Unsere Wirtschaft lebt von der Innovationskraft heimischer Unternehmer. Innovationen sind wichtig. Sie erhalten den Wirtschaftskreislauf und sichern unser aller Zukunft", so Kolm abschießend.

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