Blecha zu Pensionsvorsorge: Privat- und Betriebspensionen sind "Stangerln", keine "Säulen"

Junge wurden mit Privatpensions-Produkten hinters Licht geführt

Wien (OTS/SK) - "Angesichts des Desasters bei den betrieblichen Pensionskassen-Pensionen mit zum Teil 40 Prozent Pensionskürzungen, angesichts 'ausgestoppter' Privat-Pensionsprodukte kann man eigentlich nicht von zweiter und dritter 'Säule' sprechen, sondern höchstens von 'Stangerln'", erklärte heute Pensionistenverbands-Präsident Karl Blecha. Blecha forderte für Privat- und Betriebspensionen einen "Systemwechsel". In der politischen Debatte über die Pensionen will Blecha vor allem die Jungen aufklären: "Die einzige wirksame und sichere Altersversorgung stellt das staatliche, solidarische und umlagefinanzierte Pensionssystem dar. Seit dem Inkrafttreten des ASVG im Jahr 1956 werden die staatlichen Pensionen pünktlich, ungekürzt und jährlich angehoben ausbezahlt. Das nenn ich Garantie, das ist Sicherheit!". ****

Der Seniorenvertreter will den Generationendialog verstärkt diesem Thema widmen. "Obwohl im Gegensatz zu Privat- und Betriebspensionen, die massiv von Kürzung betroffen sind, die gesetzlichen Pensionen sicher und finanzierbar sind, wird den Jungen andauernd das Märchen von der Unfinanzierbarkeit erzählt. Alte wie Junge werden sich aber unser überlegenes und sicheres Pensionssystem, die starke staatliche erste Säule, nicht zerstören lassen. Unser sicheres staatliches Pensionssystem muss gestärkt werden, nicht krankgeschrieben", forderte Blecha.

Heftige Kritik übte Blecha an den Privatversicherern, die mit Millionenkampagnen den jungen Menschen das Vertrauen in die gesetzliche Pensionsversicherung rauben. "Wir sind davon überzeugt, dass angesichts des Zusammenbruchs der kapitalgedeckten Verfahren ein Umdenkprozess begonnen hat", so der PVÖ-Präsident. Mit Interesse sieht Blecha auch der Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) gegen Anbieter von Zukunftsvorsorgeprodukten entgegen. Blecha hofft, dass dabei die hohen Provisionen, das Nichtvorhandensein von Garantien, das alleinige Risiko beim Kunden und die miserable Beratungsqualität zu Tage kommen.

Blecha: "Die Jungen werden mit den privaten, kapitalgedeckten Pensionsprodukten nach wie vor hinters Licht geführt!" Jedes Pensionssystem hänge von der Produktivitätsentwicklung ab. Die kapitalgedeckten Verfahren haben zusätzlich noch die Abhängigkeit von der Entwicklung der Finanzmärkte und sind daher ein Lotteriespiel", so der PVÖ- Präsident. "Und mit Pensionen spielt man nicht!", so Blecha abschließend. (Schluss) sv/mp

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