Walser: Landeslehrer-Controlling völlig unzureichend

Nur ein Teil der vom Bund bezahlten Stunden kommt in den Klassen an

Wien (OTS) - "Es muss endlich Schluss sein mit den
undurchsichtigen Zahlenspielereien der Länder im Bildungsbereich", fordert Harald Walser, Bildungssprecher der Grünen. Immer wieder bestätigt der Rechnungshof, dass das Landeslehrer-Controlling völlig unzureichend ist. Die nervöse Reaktion der Bundesländer bestätigt den Handlungsbedarf in diesem Bereich. Walser verweist darauf, dass von den sechs Werteinheiten, die jeder Neuen Mittelschulklasse für Förderunterricht zur Verfügung stehen und vom Ministerium bezahlt werden, nur ein Teil auch in den Klassen und somit bei den SchülerInnen ankommt.

"In Vorarlberg waren es anfangs gar nur zwei Stunden, dann wurden es nach heftigen Protesten immerhin vier." Noch immer aber bezahle das Ministerium für Unterrichtsstunden, die nicht gehalten werden, sondern irgendwo in der Bürokratie versickern. "Wenn nicht einmal speziell gewidmete Gelder dort ankommen, wo der Gesetzgeber sie einsetzen will, dann kann den Ländern nicht länger vertraut werden", so Walser weiter. Er fordert Unterrichtsministerin Schmied auf, endlich die Empfehlungen des Rechnungshofes umzuetzen: "Eine Zusammenführung von Ausgaben- und Finanzierungsverantwortung, ein lückenloses Controlling darüber, ob die Mittel für Lehrpersonal auch den SchülerInnen zu Gute kommt, ist überfällig."

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