Höhenstraße und Cobenzlgasse - Sanierung beginnt

Neue Pflaster- und Asphaltbeton-Flächen sollen Klarheit über nächste Sanierungsschritte bringen

Wien (OTS) - Die Wiener Höhenstraße gilt mit ihren 14,9 Kilometer nicht nur als längste Straße Wiens, sondern zählt mit ihren 70 Jahren auch zu jenen Verkehrsflächen, die aufgrund zahlreicher Schlaglöcher und Aufwölbungen dringend saniert werden muss. Heute, Mittwoch, präsentierten Verkehrsstadtrat Rudi Schicker, Döblings Bezirksvorsteher Adolf Tiller und der Leiter der Wiener Straßenverwaltung, Bernhard Engleder, die ersten Sanierungsmaßnahmen sowie die Errichtung von zwei, mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmten "Teststrecken".

Zwischen 1934 und 1938 wurden auf der heutigen Höhenstraße mehr als 100.000 Quadratmeter Fahrbahnbelag größtenteils aus Granitkleinsteinbelag hergestellt. Die originalgetreue Reparatur dieser Kleinsteinpflasterung ist allerdings ausgesprochen kostenaufwändig. Schätzungen zufolge würde sich eine Generalsanierung der gesamten Strecke auf über 30 Millionen Euro belaufen. "Wir brauchen damit für die Höhenstraße eine Lösung, die sowohl die künftige Verkehrssicherheit und finanzielle Realisierbarkeit gewährleistet, als auch die kulturelle Bedeutung dieser Strecke für Wien und Umgebung berücksichtigt", sagt Stadtrat Schicker.

Aufgrund dieser Rahmenbedingungen hat man sich in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt darauf geeinigt, einige Teilbereiche sofort zu sanieren und die nächsten Schritte von den Erfahrungen mit zwei Teststrecken abhängig zu machen, die nun von der Magistratsabteilung 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau errichtet werden.

Döblings Bezirksvorsteher Tiller beziffert die Gesamtkosten für das jetzige Maßnahmenpaket mit 1,7 Millionen Euro: "Als Bezirk werden wir 20 Prozent dieser Kosten übernehmen. Das wichtigste ist, dass wir die Verkehrssicherheit dieser Straße erhalten, immerhin wird sie von vielen Menschen nicht nur als Ausflugsstrecke genutzt, sondern als vollwertige Straßenverbindung zwischen Döbling und Hernals."

Die Teststrecken im Detail

Das Denkmalschutzverfahren für die Wiener Höhenstraße ist seit 2006 offen und bis dato nicht abgeschlossen. Die Unterschutzstellung betrifft sowohl die Höhenstraße, als auch die gepflasterten Teilbereiche der Cobenzlgasse. Eine Vereinbarung mit dem Bundesdenkmalamt sieht vor, dass Vergleichsstrecken errichtet werden sollen. Die zwei Testabschnitte werden nun in der Cobenzlgasse gebaut. Einerseits gibt es dort eine hohe Frequenz an Linienbussen (38 A) und andererseits eine besonders intensive Verkehrsbelastung in den Kehrenbereichen.

"Die erste Strecke wird in einer Asphaltbeton-Konstruktion, die zweite Strecke in der bestehenden Bauart mit Granitkleinsteinpflaster ausgeführt. Durch diese Maßnahme soll die Nachhaltigkeit der unterschiedlichen Konstruktionen unter den hohen Verkehrsbelastungen überprüft werden," erklärt MA 28-Leiter Bernhard Engleder. Für die Dauer der Bauarbeiten wird der Fahrzeugverkehr mit einer provisorischen Ampelanlage halbseitig an den Baustellen vorbeigeschleust. Stadtrat Schicker ergänzt: "Die Ergebnisse werden in einem Jahr evaluiert und werden letztendlich Klarheit über die zukünftigen Maßnahmen bringen, die für die Erhaltung dieser Panoramastrecke realisierbar sind."

Bauabschnitt 1 ("Teststrecke Asphalt")

  • Ab Cobenzlgasse auf Höhe Hausnummer 134 auf eine Länge von zirka 200 Meter in Fahrtrichtung stadtauswärts
  • Sanierung in Asphaltbeton-Bauweise
  • In diesem Abschnitt wird das beschädigte Granitkleinsteinpflaster durch eine Asphaltbeton-Konstruktion ersetzt
  • Fahrbahnbelagsfläche: ca. 2.200 Quadratmeter
  • Geplantes Bauende: 30. Oktober 2010

Bauabschnitt 2 ("Teststrecke Pflaster")

  • Ab Kreuzung Höhenstraße / Cobenzlgasse auf eine Länge von zirka 180 Meter in Fahrtrichtung stadteinwärts
  • Sanierung in Granitkleinsteinpflaster-Bauweise
  • In diesem Abschnitt wird das beschädigte Granitkleinsteinpflaster originalgetreu instandgesetzt
  • Fahrbahnbelagsfläche: ca. 1.900 Quadratmeter
  • Geplantes Bauende: Spätherbst 2010

Sanierungsarbeiten für 2010 und 2011

Ein 900 Meter langer Abschnitt der Höhenstraße zwischen Krapfenwaldgasse und Villenweg wird in zwei Etappen saniert. Bei diesem Abschnitt handelt es sich um die Trasse der ehemaligen Kahlenbergzahnradbahn, die 1874 eröffnet und 1922 durch Unrentabilität und Kohlenmangel wieder still gelegt wurde. Auf dieser Teilfläche gibt es bereits eine Betondecke, die nun in den kommenden zwei Jahren durch eine Asphaltbeton-Konstruktion ersetzt wird. Der erste Teilabschnitt wird noch dieses Jahr im Oktober begonnen, der zweite Teilabschnitt wird ab Frühjahr 2011 saniert.

Bauabschnitt 3

  • Zwischen Krapfenwaldgasse und Villenweg wird auf einer Länge von zirka 900 m in Richtung stadtauswärts die Höhenstraße in Asphaltbeton-Bauweise saniert
  • Fahrbahnbelagsfläche: ca. 7.200 m2
  • Geplanter Baubeginn: Oktober 2010
  • Geplantes Bauende: Sommer 2011

Bereits abgeschlossen wurden die Sanierung des Parkplatzes am Cobenzl, dem Bauabschnitt 4. Hier wurde im Juni und Juli des heurigen Jahres, der Parkplatz mit seinen 6.500 Quadratmetern Fläche mit Asphaltbeton erneuert. Die Sanierung der Zufahrtsstraßen zum Parkplatz folgt im Frühjahr 2011.

(Schluss) hol/shm

www.wien.gv.at/pressebilder

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Martin Schipany
Mediensprecher StR. DI Rudolf Schicker
Telefon: 01 4000-81416
E-Mail: martin.schipany.ms1@wien.gv.at

Matthias Holzmüller
Straßenverwaltung und Straßenbau (MA 28)
Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: 01 4000-49923
Mobil: 0676 8118 49923
E-Mail: matthias.holzmueller@extern.wien.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0004