Reichlich Nahrung für Resignation (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe 10. August 2010

Klagenfurt (OTS) - Wenn sich jetzt in den Reihen der Studierenden neuerlich Protest gegen die Politik der Bundesregierung regt, weckt das mehr als unangenehme Erinnerungen. Gemeint sind damit aber sicher nicht die besetzten Hörsäle und der so zum Ausdruck gebrachte Wunsch der Betroffenen, den Finger auf die Wunden der heimischen Bildungspolitik zu legen: auf Budgetlöcher, überfüllte Studien und fehlende Visionen. Nein, was wirklich einen schalen Nachgeschmack hinterlassen hat, sind die Worthülsen, die wenig ambitionierten Beschwichtigungen und Platitüden, mit denen die Studenten abgespeist wurden. Ein seriöses Konzept, wie sich universitäre Bildung in Österreich zukunftsorientiert gestalten lässt, sind die Wissenschaftsminister bislang schuldig geblieben. Bis jetzt sickerten nur Bruchstücke unausgereifter Ideen durch. Geht das so weiter, weicht der Protest wohl bald der Resignation.

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