FPÖ-Europaabgeordneter Obermayr: US-amerikanische Studien beweisen: gentechnisch veränderte Pflanzen vermehren sich in freier Wildbahn

Oberösterreichische Sicherheitsabstand-Verordnung ist völlig ungeeignet

Wien (OTS) - "Die von der OÖ-Landesregierung als großer Wurf gefeierte Sicherheitsabstandsverordnung für gentechnisch veränderte Mais- und Rapssorten ist vielleicht dazu geeignet, die Bürger in Sicherheit zu wiegen. Die Verbreitung und Vermehrung genmanipulierter Pflanzen in freier Wildbahn kann sie jedoch nicht verhindern, wie eine Untersuchung der University of Arkansas erschreckend eindrucksvoll beweist.", stellt FPÖ-Europaabgeordneter Mag. Franz Obermayr fest.

US-amerikanische Forscher hatten in 80 Prozent der wildwachsenden Rapspflanzen sogenannte Transgene entdeckt. Unter anderem fand man auch Raps, der gegen zwei unterschiedliche Herbizide resistent war, ein eindeutiges Indiz dafür, dass sich zwei genmanipulierte Rapssorten untereinander gekreuzt hatten.

"Am Beispiel USA zeigt sich, dass die Situation längst außer Kontrolle geraten ist. Genmanipulierte Pflanzen verbreiten sich entlang der Hauptverkehrsrouten, vermischen sich mit Wildsorten und untereinander, es entstehen neue Kreuzungen, deren Risiken nie erforscht wurden. Es zeigt sich auch deutlich, dass Sicherheitsabstandsverordnungen, wie jene der OÖ-Landesregierung, nicht das Papier wert sind, auf dem sie stehen. Einmal in die freie Natur ausgebracht, können gentechnisch veränderte Organismen nicht mehr kontrolliert werden.", erklärt Obermayr. Unerforscht - und wohl auch unerforschbar - seien weiters die Auswirkungen dieser neuen Gene auf die künftige Evolution der Pflanzen, auf das gesamte Ökosystem und nicht zuletzt auf den Menschen.

Europa sei angesichts der alarmierenden Forschungsergebnisse dringend gefordert, den Anbau genmanipulierter Pflanzen im EU-Raum gänzlich zu verbieten. Die Verantwortung auf die einzelnen Mitgliedsländer abzuwälzen sei ein gefährliches Spiel auf dem Rücken der Bevölkerung.

"Die Tatsache, dass der Mensch das Erbgut von Organismen manipuliert und Atome spaltet, bedeutet noch lange nicht, dass er beide Vorgänge auch kontrollieren kann und die Folgen im Griff hat. Einmal freigesetzt können weder genmanipulierte Pflanzen noch atomare Strahlung wieder eingefangen werden - und wie in Goethes Zauberlehrling wird es am Ende heißen: ?Die ich rief, die Geister, werd? ich nun nicht los!?", so Obermayr abschließend.

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