Brunner: "Hände weg vom Nationalpark Donauauen"

Angriff auf Naturschutzgebiet muss gestoppt werden

Wien (OTS) - "Hände weg vom Nationalpark Donauauen. Mit der Natur gibt es keine Versuche", erklärt die Umweltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner zu den für den Herbst geplanten sogenannten "Naturversuchen" im Nationalpark Donauauen. Diese sind nichts anderes als Probebohrungen für das sogenannte Flussbauliche Gesamtprojekt an der Donau. "Hier werden Rodungen im Nationalpark Donauauen durchgeführt und das ohne Umweltverträglichkeitsprüfung", kritisiert Brunner. "Die Niederösterreichische Landesregierung hat per Bescheid für diesen Naturversuch eine Ausnahmebewilligung erteilt, obwohl in Nationalparks an sich jeder Eingriff verboten ist und die Auswirkungen davon derzeit noch gar nicht abgeschätzt werden können."

Brunner kann sich, ebenso wie Umweltorganisationen und einige Juristen, nicht vorstellen, dass dieser Bescheid in Einklang mit allen Gesetzen ist. "25 Jahre nachdem die Kraftwerkspläne bei Hainburg gestoppt und damit die Au gerettet wurde, soll nun wieder ein Angriff auf dieses einzigartige Naturschutzgebiet erfolgen.
Es ist in Österreich ohnehin Usus, dass Großprojekte gestückelt werden, um so eine Umweltverträglichkeitsprüfung zu umgehen. Wenn das jetzt aber in einem Nationalpark passiert, dann ist der österreichischen Umweltpolitik nichts mehr heilig."
"Der Naturversuch darf daher so nicht stattfinden und muss rechtzeitig gestoppt werden", fordert Brunner abschießend.

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