Aktuelle Unfallstatistik lässt auf erhöhte Risikoaffinität bei Männern schließen und bestätigt ÖAMTC-Umfrage (Teil 3)

Club hat Autofahrer zu ihrer Einschätzung von Risiken im Verkehr befragt

Wien (OTS) - "Eine repräsentative Umfrage des ÖAMTC unter 1.268 Autofahrern bestätigt das, was sich tagtäglich auf Österreichs Straßen abspielt", erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger. In der Erhebung wurde thematisiert, wie Österreichs Autofahrer Risiken im Straßenverkehr einschätzen und wie riskant sie sich selbst verhalten. "Die Risikoeinschätzung wird grundsätzlich stark von der subjektiven Wahrnehmung und vom jeweiligen Geschlecht beeinflusst", weiß Seidenberger. 54 Prozent der Befragten waren Männer, 46 Prozent waren Frauen. Das Ergebnis der Umfrage zeigt eindeutig: Männer bewerten Risiken im Verkehr grundsätzlich niedriger als Frauen. Das sind die Top-Risikosituationen:

Als Hauptunfallursache im Straßenverkehr stuften 19 Prozent der Autofahrer die "nicht angepasste Geschwindigkeit" ein. An zweiter Stelle nennen die Autofahrer "alkoholisiertes Fahren" (14 Prozent), weiters "zu geringen Abstand" (12 Prozent) und gefährliche Überholmanöver (11 Prozent). Diese Umfrageergebnisse decken sich nicht mit den tatsächlichen Todesursachen nach Verkehrsunfällen. Das Ursachenranking weist die nicht angepasst Geschwindigkeit auf Platz, Vorrangverletzungen auf Platz 2 und an dritter Stelle firmieren Unachtsamkeit und Ablenkung.

Risikobereitschaft ist bei Männern besonders ausgeprägt, Frauen sind zurückhaltender

Ebenso wurde in der Umfrage erhoben, in welche Risikosituationen sich die Autofahrer nach ihrer eigenen Einschätzung am häufigsten begeben. Männer gaben hier an erster Stelle das "bei Gelb über die Ampel fahren" an, gefolgt von "mit dem Handy ohne Freisprecheinrichtung telefonieren". Den dritten Platz teilen sich "Fahren trotz des Konsums einer geringen Menge Alkohol" und der "zu geringe Abstand". Außerdem geben Männer weitaus häufiger an, die Lichthupe zu benutzen, um dem Vordermann zu signalisieren, dass er die Spur wechseln soll.

Die Selbsteinschätzung der Frauen stimmt auf den ersten beiden Plätzen mit der der Männer überein. An dritter Stelle nennen sie jedoch "abgelenktes bzw. unkonzentriertes Fahren, das einem erst im Nachhinein bewusst wird", gleichermaßen gefolgt von "nicht angeschnallt sein" und "zu geringem Abstand".

"Das Umfrageergebnis zeigt eines ganz klar: Männer neigen zu aggressiverem Fahrverhalten und gehen deshalb im Straßenverkehr häufiger Risikos ein. Frauen schätzen das Gefahrenpotenzial von Risikosituationen allgemein höher ein und fahren deshalb vorausschauender und vorsichtiger", sagt die ÖAMTC-Expertin abschließend.

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