Lohnsteuersenkung als Leistungsanreiz

Weg von staatlicher Unterstützung, hin zu mehr Eigenverantwortung

Wien (OTS) - Im Rahmen der am Freitag, den 6. August, in den Räumlichkeiten der Industriellenvereinigung organisierten Pressekonferenz thematisierten Barbara Kolm, Direktorin des Austrian Economics Center (AEC), und Nikolaus Kimla, Geschäftsführer von UpTime Technologies und Co-Organisator des Kongresses zur Schule der Österreichischen Nationalökonomie, jene Konsequenzen, die sich aus dem Tax Freedom Day für den österreichischen Arbeits- und Wirtschaftsstandort ergeben; ebenfalls Thema des Pressegesprächs war die internationale Konferenz zur Österreichischen Schule "Wege in und aus der Krise", die am 1. und 2. Oktober diesen Jahres im Wiener Palais Niederösterreich stattfinden wird und sich an Führungskräfte und Unternehmerpersönlichkeiten richtet.

Die Sicherung des Arbeits- und Wirtschaftsstandortes hat höchste Priorität. "Jedoch nicht über neue Steuern, vielmehr sind kreative Lösungen gefragt. Das Herz eines Landes ist die Wirtschaft", so Kimla. Kolm bezieht sich auf den vom AEC für Österreich berechneten Tax Freedom Day (28. Juli 2010) und spricht sich für eine Senkung der Lohnsteuer aus, um im internationalen Standortwettbewerb bestehen zu können. "Durchschnittlich muss der österreichische Steuerzahler 39 Tage für die Lohnsteuer bzw. 41 Tage für die Mehrwertsteuer arbeiten. Bürger anderer Länder arbeiten hierfür vergleichsweise weniger", erklärt Kolm. "Bei einem Bruttolohn von 35.000 Euro jährlich würde eine Lohnsteuersenkung von 5% zu einem Zuwachs des Nettoeinkommens des Arbeitnehmers um 471,57 Euro oder 1,84 Prozent jährlich führen. Senkt man die Lohnsteuer für Arbeitnehmer um 10 Prozent, so führt dies zu einem Kaufkraftzuwachs um insgesamt 943,14 Euro. Aber nicht nur Arbeitnehmer würden von einer Senkung der Lohnsteuer profitieren, auch Unternehmen. Kommt nämlich die Steuersenkung ausschließlich den Unternehmen zu Gute, so ergibt sich bereits bei fünf Angestellten ein jährliches Einsparungspotenzial von 4.715,70 Euro", so Kolm weiter. Mittel, die für Konsum, Sparen und Investition zur Verfügung stehen würden. Laut Berechnungen einer Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) führt eine Senkung der Lohnsteuer um 1 Mrd. Euro zu einem kurzfristigen Beschäftigungszuwachs von 5200 Arbeitskräften und einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum von 0,1 Prozentpunkten. Langfristig würde eine solche Maßnahme sogar zu einem Zuwachs von 8200 unselbstständig Beschäftigten", führt Kolm aus.

"Wir erleben seit Jahren die negativen Konsequenzen einer Ausgabenpolitik, die durch den Austrokeynesianismus ausgelöst wurden. Das Ausgeben ohne über die Konsequenzen nachzudenken, ist zu stark in den Köpfen der Menschen verankert. Jahrzehntelang wurde an der Realität vorbei gelebt", so Kolm. "Wir leben in einer Gesellschaft, die das Kapital nimmt anstatt es kreativ zu investieren," meint Kimla dazu.

Weitere Informationen zum Tax Freedom Day sowie dem Kongress zur Österreichischen Schule der Nationalökonomie erhalten Sie unter www.taxfreedomday.at bzw. unter www.go-ahead.at/summit.

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