"Das ist durch nichts belegt - profil hat das auch nie behauptet."

Profil?s Neuauflage von "Geschichten aus Tausendundeiner Nacht"

Wien (OTS) - Der BZÖ-Pressedienst weist die KollegInnen der Medien auf einige Zitate aus dem heutigen profil-Bericht zu den angeblichen Haider-Konten hin:

"Plötzlich war in der Öffentlichkeit die Rede von Liechtensteiner Konten, die Jörg Haider einst selbst unter seinem vollen Namen eingerichtet haben soll. - Das ist durch nichts belegt profil hat das auch nie behauptet."

Daneben dementierten die Justizbehörden in Wien, Klagenfurt und Vaduz mit aller Vehemenz, dass es Ermittlungen zu einem Fall Haider gebe und man folglich von Konten in Liechtenstein nichts wisse. Einen solchen Fall gibt es tatsächlich nicht und kann es nicht geben, weil gegen Verstorbene nicht ermittelt wird und unabhängig davon noch nicht einmal klar ist, ob den Geldflüssen im Einflussbereich von Haider strafrechtlich relevante Tatbestände zugrunde lagen.

Begleitet von Gerüchten, er habe Millionen aus dem Haider zugerechneten Vermögen verspekuliert dies jedenfalls behauptet auch Meischberger in seinen Notizen. - Bewiesen ist das nicht.

Es lässt sich aber nicht mit Bestimmtheit sagen, wie viel davon tatsächlich bei den eingebundenen Staatsanwaltschaften aktenkundig ist.

Rechtlich gesehen liegt gegen H. in Liechtenstein nichts vor.

"Ein klarer Rückzieher bei den alten Vorwürfen - wahrscheinlich aus Panik vor rechtlichen Konsequenzen, dafür aber neue noch weniger fundierte Behauptungen. Das ist Journalismus im profil. Wir weisen aber die Superpraktikanten der profil-Redaktion freundlich auch darauf hin, dass Saddam Hussein 2003 gestürzt und 2006 hingerichtet wurde. Die Glaubwürdigkeit eines Dossiers aus dem Jahre 2008, in dem noch dazu der Name eines angeblichen Empfängers falsch geschrieben ist, wagen wir hier ernsthaft zu bezweifeln. Noch dazu, wo nur Geldflüsse an Jörg Haider und Ewald Stadler exklusiv bekannt wurden und dieses post-mortem-Dossier den Weg in die profil-Redaktiosstube via eines syrischen Übersetzungsbüros gefunden hat. Der Villacher Faschingszeitung ist als Aufdecker jedenfalls mittlerweile glaubwürdiger, als die profil-Neuauflage von "Geschichten aus Tausendundeiner Nacht", so der BZÖ-Pressedienst.

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