Wurm: Automatische gemeinsame Obsorge löst keine Konflikte

Familienrecht muss veränderten Lebensrealitäten angepasst werden

Wien (OTS/SK) - Gegen eine automatische gemeinsame Obsorge spricht sich SPÖ-Frauensprecherin Gisela Wurm aus. "Ein allgemeines Oktroyieren löst noch keine Probleme. Vielmehr müssen die Forderungen von Frauenministerin Heinisch-Hosek nach einer Reform des Familienrechts rasch umgesetzt und die freiwillige gemeinsame Obsorge gefördert und unterstützt werden", so Wurm am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Wurm erinnerte in ihrer Aussendung, dass anstelle einer verordneten Harmonie die Situation von Scheidungskinder zu verbessern sei, indem das verpflichtende Mitverhandeln von Besuchszeiten bei einvernehmlichen Scheidungen, eine generelle Verfahrensbeschleunigung bei Scheidungsfällen und eine verpflichtende Elternberatung nach strittigen Scheidungen umgesetzt werden. ****

Weiters wies die SPÖ-Frauensprecherin darauf hin, dass nach wie vor 80 Prozent der Familienarbeit von Frauen erledigt werde. "Warum soll sich das plötzlich nach einer Scheidung ändern, hier muss Gleichberechtigung schon vor der Scheidung Realität werden", so Wurm. Als wesentliche Herausforderung sieht Wurm, dass Kinder nicht weiter zum Spielball der Erwachsenen bei strittigen Scheidungen werden und warnt in diesem Zusammenhang vor weiteren Einsparungsmaßnahmen bei Beratungseinrichtungen. "Hier ist die Justizministerin aufgefordert, die notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen zu schaffen, damit Beratungseinrichtungen, die gerade im Fall von nicht einvernehmlichen Scheidungen hilfreiche Mediation anbieten und als Schutz vor einer weiteren Eskalation dienen, zur Verfügung stehen", so Wurm abschließend. (Schluss) up/mp

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