AKNÖ-Tipps: Damit die Nachhilfe klappt

Nachhilfe im Sommer kostet den nö. Eltern durchschnittlich 315 Euro

Wien (OTS) - Halbzeit bei den Sommerferien. Für viele Schülerinnen und Schüler ist die Schule noch weit weg, aber einige haben ihre Nase bereits wieder in den Büchern. Sie büffeln für die Nachprüfung. Insgesamt müssen sich mehr als 7.000 niederösterreichische SchülerInnen auf eine Prüfung im Herbst vorbereiten. Das kostet Ferienzeit - aber auch Geld. Durchschnittlich geben niederösterreichische Eltern in den Sommerferien 315 Euro für Nachhilfe inklusive Sprachferien und Lerncamps aus. Das zeigt eine AK-Studie.

"Es fließt viel Geld in die Nachhilfe", weiß AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner. "Unsere Studien sprechen von rund 23 Millionen Euro im Jahr, die die niederösterreichischen Eltern für Nachhilfe ausgeben." Durchschnittlich kostet eine Stunde privates Lernen 18 Euro, im Lerninstitut ist der Nachhilfe-Einzelunterricht in der Regel noch kostspieliger als bei Privatpersonen. Hier beträgt der Durchschnitt etwa 23 Euro für eine Stunde Lernen.

Kastner: "Nachhilfe gehört für viele schon zur Schulkarriere dazu. In der Schule können viele Kinder den Lehrstoff einfach nicht bewältigen und vertiefen. Etliche Schüler brauchen bereits während des Jahres ergänzende außerschulische Unterstützung. Oftmals kommt es dann noch zu Nachprüfungen und die Sommerferien gehen mit Sprachferien und Lerncamps drauf."

Die AKNÖ verlangt daher eine verstärkte individuelle Förderung und die Ausweitung ganztägiger Schulformen. "Damit die Schüler die Lernziele erreichen, ohne dass Eltern für außerschulische Nachhilfe tief in die Geldtasche greifen müssen", so der AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner.

AKNÖ-Tipps, damit die Nachhilfe klappt:
+ Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern. Erkundigen Sie sich jedenfalls nach deren pädagogischen und fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen. Privatpersonen haben in der Regel auch eine geringere Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden.

+ Informieren Sie sich bei Nachhilfe-Instituten, ob es eine Bindungsfrist gibt. Einige Institute bieten nur dann günstige Preise an, wenn Sie sich ein oder zwei Jahre binden. Überlegen Sie, ob Ihr Kind wirklich so lange Nachhilfe benötigt.

+ Verhandeln Sie mit dem Lerninstitut oder dem Lehrer über den Preis, wenn sie auf jeden Cent schauen müssen.

+ Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Preisvergleiche lohnen sich, da es auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten gibt.

+ Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit hat nicht immer 60 Minuten.

+ Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der Schüler in der Gruppe. Je weniger Schüler pro Gruppe, desto besser ist meist der Lernerfolg. Ermitteln Sie auch das Alter der Schüler in der Gruppe. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.

+ Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie ihr Kind längere Zeit in einen Kurs geben. Nur wenn sich das Kind wohl fühlt, sind gute Ergebnisse zu erwarten. Manche Institute bieten Gratis-Probestunden an.

+ Informieren Sie sich über die Lernumgebung in Nachhilfeinstituten. In einer lernfreundlichen Atmosphäre in der sich der Schüler/die Schülerin wohl fühlt, können bessere Ergebnisse erzielt werden.

AK-Nachhilfe-Studie unter:
http://noe.arbeiterkammer.at/bildungspolitik

Rückfragehinweis:
AKNÖ-Bildungsexperte Günter Kastner
01/58883 - DW 1866

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AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Daniela Rosenberger
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