Gleich. Gleicher. Grasser. (von Daniela Gross)

Ausgabe 31. Juli 2010

Klagenfurt (OTS) - Nicht überall wo Karl-Heinz Grasser draufsteht, ist auch ein Skandal drin. Mit diesen Worten stellte sich der Anwalt des ehemaligen Finanzministers schützend vor seinen Mandanten. Auch wenn kaum eine Woche vergeht, in der nicht neue Vorwürfe gegen den Jetset-Liebling bekannt werden, eine Hetzjagd auf Grasser darf man nicht starten. Sympathie hin oder her, was zählt, sind Fakten. Im Rechtsstaat Österreich gilt die Unschuldsvermutung, solange nicht das Gegenteil bewiesen wird. Das muss auch auf den Ex-Minister zutreffen. So weit, so gut. Die Glacehandschuhe, mit denen er angefasst wird, schüren aber den Verdacht, dass Justitia wegen des Promi-Bonusses ein Auge zudrückt. Grasser wurde bislang nicht einvernommen. Hausdurchsuchungen? Gab es keine. Über die Öffnung seiner Konten wird nur auf dem Polit-Parkett diskutiert, nicht aber in Kreisen der Justiz und das, obwohl seit Monaten gegen ihn ermittelt wird. Vor dem Gesetz sind alle gleich. Manche allerdings gleicher.

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