Urlaubszeit: Gott ist auch auf Campingplätzen und Flughäfen zu finden

Gottesdienste auf Berggipfeln, Schipisten und in Thermen: Im Sommer hat die Tourismuspastoral Hochbetrieb

Wien, 30.07.10 (KAP) Wer sich in der Urlaubszeit nach Spiritualität sehnt, findet Gott mitunter auch auf Campingplätzen, Bergspitzen oder beim Zwischenstopp auf Flughäfen: Das Arbeitsfeld des Tourismuspastoral der Katholischen Kirche ist vielfältig und abwechslungsreich. "Es gibt in allen Diözesen Referate für Tourismuspastoral, die unterschiedlich wahrgenommen wird", berichtete Roland Stadler, Vorsitzender des Österreichischen Arbeitskreises für Tourismus- und Freizeitpastoral im Gespräch mit "Kathpress".

Das Angebot der Kirchen orientiert sich dabei ganz an den regionalen, wirtschaftlichen und auch touristischen Eigenarten der jeweiligen Bundesländer. So richtet sich etwa die Tourismuspastoral der Erzdiözese Wien ganz nach den Herausforderungen des Städtetourismus und bietet mehrsprachige Messen und Kirchenführungen an. In Salzburg und Tirol wiederum gibt es einen ausgeprägten Pilgerschwerpunkt, in der Steiermark finden Gottesdienste hingegen auch einmal in Thermen statt. Die Diözese Gurk-Klagenfurt setzt indes auf Gebirgsmessen, Camping-Gottesdienste und spirituelle Wanderungen bzw. Radtouren.

Auch Berg- und Gipfelmessen oder Veranstaltungen wie z.B. die traditionelle Schiffsprozession am Wörthersee gehören zum Aufgabenbereich der Tourismuspastoral. Darüber hinaus ist die Tourismuspastoral in der jeweiligen Diözese auch Ansprechpartner für Kirchenführungen. Dabei setze man "eher auf Spiritualität, als auf endlose Jahreszahlenlitaneien" und versuche, "das Verständnis für den spirituellen Raum zu öffnen." Grundsätzlich arbeite man auch eng mit Tourismusverbänden und -organisationen zusammen, um den Besuchern Österreichs ein gutes Angebot bieten zu können, berichtete Stadler.

Generell gehörten Familien mit religiösem Hintergrund ebenso zur Zielgruppe der Tourismuspastoral wie Kulturinteressierte, zunehmend auch reisefreudige Senioren oder auch Geschäftsleute, die das ganze Jahr über unter Druck stehen und wenig Zeit für Spiritualität haben. Gerade diese bildeten eine relativ breite Gruppe, so Stadler. "Die Riesenchance der Tourismuspastoral ist, am Randbereich der Kirche tätig zu sein." Durch entsprechende Angebote könne man auch Menschen ansprechen, die bereits aus ihrer Kirche ausgetreten sind und so "den Faden zu diesen Menschen nicht abreißen lassen".

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