APA-OTS Politikanalyse: Bildung und Budget im Fokus der Medien

Innsbruck/Wien (OTS) - Das Innsbrucker MediaWatch Institut
erstellt im Auftrag von APA-OTS wöchentlich das Top-30 Ranking der meist genannten Politikerinnen und Politiker in den österreichischen Tageszeitungen. Im aktuellen Untersuchungszeitraum (23. Juli bis 29. Juli 2010) positioniert sich Außenminister Michael Spindelegger auf Platz eins. Vizekanzler Josef Pröll belegt den zweiten Rang, dahinter folgt FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache auf Platz drei.

Außenminister Michael Spindelegger steigt diese Woche mit 397 Nennungen direkt auf Rang eins des Rankings ein. Spindelegger spricht sich ebenso wie Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (Rang 16, 86 Nennungen) und Sozialminister Rudolf Hundstorfer (Rang 15, 88 Nennungen) für die Einführung einer "Rot-Weiß-Rot-Card" aus. Mit dieser sollen hochqualifizierte Migranten nach Österreich geholt werden. Mit der Karte, die bereits im Regierungsprogramm verankert ist, soll ein "kriteriengeleitetes Zuwanderungssystem" geschaffen werden.

Vizekanzler Josef Prölls (Rang zwei, 358 Nennungen) kritische Aussagen zur Gesamtschule werden von den Medien häufig wiedergegeben. Bundeskanzler Werner Faymann (Rang fünf, 263 Nennungen) und Unterrichtsministerin Claudia Schmied (Rang sechs, 245 Nennungen) kündigen trotzdem einen Schulgipfel für den Herbst an, auf dem die Neue Mittelschule verankert werden soll. Auch Josef Prölls Festhalten an der Verschiebung des Budgets wird in dieser Woche thematisiert. Pröll will seine Budgetrede weiterhin erst am 1. Dezember halten. Sollte es dabei bleiben, will der Bundessprecher der Grünen, Werner Kogler, einen Misstrauensantrag gegen Pröll einbringen. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache (Rang drei, 315 Nennungen) fordert erneut eine Sondersitzung des Nationalrats für den Fall, dass die Regierung nicht bis Mitte August zum verfassungskonformen Fahrplan zurückkehrt.

Bundespräsident Heinz Fischer (Rang vier, 265 Nennungen) erregt
mit der Aussage, dass er sich längerfristig im Sinne der Gleichbehandlung auch eine Wehrpflicht für Frauen vorstellen könnte, mediales Aufsehen. Für Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (Rang 22, 68 Nennungen) kann die Wehrpflicht für Frauen erst am Ende des Weges der Gleichberechtigung kommen. Ähnlich äußert sich auch Verteidigungsminister Norbert Darabos (Rang 17, 78 Nennungen).

Weitere Neueinstiege in das aktuelle Top-30 Politikerranking:
Maria Fekter, ÖVP (Rang sieben, 192 Nennungen); Gerald Grosz, BZÖ (Rang acht, 125 Nennungen); Christoph Leitl, WKÖ (Rang zehn, 115 Nennungen); Josef Bucher, BZÖ (Rang elf, 107 Nennungen); Rudolf Anschober, Grüne, und Beatrix Karl, ÖVP (beide Rang 20, je 70 Nennungen); Nikolaus Berlakovich und Günther Platter, beide ÖVP (beide Rang 24, je 63 Nennungen); Herbert Tumpel, AK (Rang 26, 61 Nennungen) sowie Franz Hiesl, ÖVP, und Andreas Schieder, SPÖ (beide Rang 27, je 55 Nennungen).

Diese Woche finden sich im Top-30 Ranking 13 Politikerinnen und Politiker der ÖVP und neun der SPÖ. Das BZÖ positioniert zwei Vertreter im Ranking, FPÖ, FPK und Grüne je einen. Außerdem unter den Top-30: Bundespräsident Heinz Fischer, Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl sowie Arbeiterkammer-Präsident Herbert Tumpel.

MediaWatch analysiert im Auftrag von APA-OTS die Präsenz österreichischer Politiker in der Berichterstattung der heimischen Tageszeitungen. Das wöchentlich aktualisierte Ranking ist über den OTS-Politik-Channel http://www.ots.at/politik kostenlos abrufbar.

MediaWatch-Report Politik

Der MediaWatch-Report Politik erscheint jeden Dienstag. Trendentwicklungen, Themenkarrieren und Positionen von Österreichs Spitzenpolitikerinnen und -politikern werden grafisch übersichtlich aufbereitet und auf einen Blick erfassbar. Das MediaWatch-Institut analysiert in dem umfassenden Report wöchentlich die mediale politische Kommunikation Österreichs in 16 österreichischen Tageszeitungen, 25 TV-Nachrichtensendungen und sieben Radio-Nachrichtensendungen.

Der kostenpflichtige MediaWatch-Report Politik mit zahlreichen Grafiken und Detailinformationen kann über die Rechercheplattform APA-Online-Manager, die DeFacto-WissensWelt unter www.defacto.at/wissenswelt/ oder direkt bei MediaWatch unter mediawatch@apa.at bezogen werden.

Rückfragen & Kontakt:

MediaWatch Institut für Medienanalysen GmbH
Hannes Vorhofer
Geschäftsführer
Tel.: +43 512 588 959-0
mediawatch@apa.at
http://www.apa-mediawatch.at
APA - Austria Presse Agentur
Barbara Rauchwarter
Unternehmenssprecherin
Leiterin Marketing & Kommunikation
Tel.: +43/1/360 60-5700
E-Mail: barbara.rauchwarter@apa.at
http://www.apa.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MAW0002