Kärnten forciert Bildungsqualität im ländlichen Raum

LHStv. Scheuch: Bundes-Stellenplan unrealistisch und stark limitiert

Klagenfurt (OTS) - In der laufenden Diskussion um zusätzliche Lehrer in den Bundesländern meldet sich jetzt der Kärntner Bildungsreferent DI Uwe Scheuch zu Wort. "Die Diskussion geht in die falsche Richtung. Wie kann ein Staatsekretär kritisieren, dass die Bundesländer die Bildungsqualität im ländlichen Raum forcieren? Wie kann ein Mitglied der Bundesregierung kritisieren, dass unseren Kindern ausreichend Lehrer zur Seite gestellt werden. Lehrer werden gebraucht, um den Schülerinnen und Schülern bestmögliche Ausbildungsmöglichkeiten zu bieten. Und wenn der Bundes-Stellenplan von unrealistischen Annahmen ausgeht, dann kann es ja nicht Schuld der Länder sein, wenn man den realen Anforderungen entsprechend die Lehrerzahlen anpasst." Zweifelhaft sei es vor allem, wenn die Kritik am bildungspolitischen Vorgehen der Länder vom Staatssekretär für Finanzen komme, der dafür weder sachlich zuständig noch inhaltlich kompetent sei.

Der Kärntner Bildungsreferent Scheuch führt bei den Überhanglehrern neben den Spezifika des ländlichen Raums unter anderem das Argument der Sonderpädagogik an. "Der Bund begründet die Anzahl an Lehrerdienststellen mit der falschen Annahme, dass 2,7 Prozent aller SchülerInnen im Pflichtschulbereich einen sonderpädagogischen Förderbedarf haben. Tatsächlich sind es aber 4,5 Prozent aller Kinder, die im Österreichschnitt Unterstützung brauchen. Jetzt die Bundesländer zu kritisieren, weil sie diese Differenz abdecken, ist alles andere als fair", so Scheuch weiter und fragt sich, ob es manche wirklich gescheiter fände, den zusätzlichen Förderbedarf beeinträchtigter Kinder einfach zu ignorieren.

"Dass Kärnten viel Geld für die Bildung investiert, stimmt. Ich halte aber fest, dass Kärnten alle gesetzlichen Verpflichtungen gegenüber dem Bund abdeckt und darüber hinausgehend weitere Bildungsangebote in der Sonderpädadogik ermöglicht, die nicht gesetzlich verpflichtend sind wie etwa Sprachheillehrer, Beratungslehrer, Legasthenie, Time-Out-Gruppen, Kunstatelier und vieles mehr - zum Wohl der Kinder. Uns liegt die individuelle Förderung für mehr Chancengleichheit der Jugend einfach am Herzen", stellt Scheuch fest. Auch zukunftsorientierte und allseits anerkannte Projekte wie die Neue Mittelschule bräuchten eben ausreichend Ressourcen. "Wer unsere Ausgaben für die Bildung kritisiert, hat offenbar andere Prioritäten. Im Sinne einer guten und individuellen Ausbildung unserer Kinder sind die dann aber sicherlich nicht", schließt Bildungsreferent Scheuch.

(Schluss/le)

Rückfragen & Kontakt:

Die Freiheitlichen in Kärnten - FPK

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FLK0002