Seniorenbund: ÖBB-Pensionierungspolitik bringt ganze Generationen in Verruf!

Abschieben auf das berufliche Abstellgleis mit knapp 50 ist Diskriminierung aufgrund des Alters!

Wien (OTS) - "Allerorten ist man sich einig: Möglichst alle Menschen sollten bis zur Erreichung des gesetzlichen Antrittsalters im Job bleiben können und dürfen! Und was machen die ÖBB? Sie gehen mit denkbar schlechtem Beispiel voran und schieben ihre Mitarbeiter mit knapp 50 auf das berufliche Abstellgleis. Das ist nichts anderes als eine Diskriminierung aufgrund des Alters", erklärt LAbg. Ingrid Korosec, Bundesobmann-Stellvertreterin des Österreichischen Seniorenbundes und Landesvorsitzende des Wiener Seniorenbundes bei ihrer heutigen Pressekonferenz.

"Diese Vorgangsweise der ÖBB ist gesellschaftspolitisch fatal: Wie sollen ältere Mitarbeiter daran glauben, dass ihr Einsatz in der Arbeitswelt wirklich erwünscht und wertvoll ist, wenn es selbst einem staatsnahen Unternehmen nicht gelingt, seine Personalpolitik so zu gestalten, dass arbeiten bis 60 bzw 65 gesund und produktiv möglich ist?", so Korosec weiter.

"Die Verantwortlichen handeln hier nach dem viel zitierten 'Wasser predigen und Wein trinken'! Die ÖBB und die zuständige Infrastrukturministerin müssten jetzt endlich ihrer Vorbildrolle gerecht werden: Mit alterns- und familiengerechten Arbeitsplätzen, mit berufsbegleitenden intensiven Weiterbildungsmaßnahem und durch Wertschätzung der älteren Arbeitnehmer vorzeigen, wie's geht. Das muss man von einem steuerfinanzierten Unternehmen erwarten," fordert die Wiener Seniorenbund-Chefin.

Abschließend hält Korosec in diesem Zusammenhang auch zur aktuellen Zuwanderungsdebatte fest: "Es ist sicher klüger, wenn man bei Zuwanderung in die Offensive geht, wenn man selbst steuert, welche Arbeitskräfte man ins Land lassen will!"

Allerdings greift für Korosec die Debatte wesentlich zu kurz:
"Politik, Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter müssen jetzt alle Anstrengungen unternehmen, damit unsere Arbeitsplätze alternsgerecht und somit zukunftsfit werden. Wenn es uns nicht in möglichst kurzer Zeit gelingt, mehr Menschen bis zum Erreichen des gesetzlichen Antrittsalters im Beruf halten zu können, werden wir die Sicherung unserer sozialen Systeme und die Anforderungen des künftigen Arbeitsmarktes nicht schaffen!"

Alle Unterlagen zur heutigen Pressekonferenz finden Sie hier:
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Österreichischer Seniorenbund, Susanne Kofler
Mobil: 0650-581-78-82, skofler@seniorenbund.at; www.seniorenbund.at

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