Seniorenbund / Becker: Defizitäre ÖBB ignorieren seit 2 Jahren Senioren-Konsumenten

Die ÖBB verzichten weiterhin auf Senioren-Aktionen und gefährden damit ihren eigenen (!) Geschäftserfolg

Wien (OTS) - "Sie kennen alle diese oder ähnliche Berichte:
'Senioren sind die am stärksten wachsende Konsumenten-Gruppe'. Sie wissen auch, dass viele Unternehmen entschlossen an der Entwicklung eigener Senioren-Angebote arbeiten, um dieses wichtige Kunden-Potential zu nutzen. Nur die ÖBB haben das nicht nötig: Seit zwei Jahren verzichten sie auf ein eigenes Senioren-Angebot und gefährden damit ihren eigenen (!) Geschäftserfolg", erklärt Heinz K. Becker, Generalsekretär des Österreichischen Seniorenbundes und selbst anerkannter Werbefachmann.

Hintergrund: Von 2005 bis 2008 boten die ÖBB mit dem '7-Euro-Senioren-Ticket' den älteren Generationen ein besonders beliebtes und erfolgreiches Produkt an. Rund 150.000 dieser Tickets wurden in dieser Zeit jährlich von den österreichischen Seniorinnen und Senioren gekauft. Aber 2008 jedoch erfolgte die plötzliche Abschaffung.

"Auch durch hartnäckige Anfragen war von den ÖBB nicht zu erfahren, was zur Abschaffung dieser Aktion geführt hatte. Erst heuer enthüllte ein Rechnungshof-Bericht die Gründe: Die Aktion war 2008 mit einer - vom Vorstand nicht einmal genehmigten - Werbeaktion um mehr als 900.000 Euro begleitet worden. Aufgrund dieser unverhältnismäßig hohen Werbekosten war die Aktion dann natürlich nicht mehr wirtschaftlich", erklärt Becker zu den Hintergründen. Und schlussfolgert kühl: "Nicht das Produkt hätte abgeschafft werden müssen sondern die für diese extrem hohen Werbeausgaben verantwortlichen Manager!"

"Es war also Misswirtschaft, die der beliebtesten ÖBB-Aktion aller Zeiten ein Ende bereitet hat. Ein Umstand, für den die Senioren heute noch den Schaden haben: Denn außer einem kläglich gescheiterten Versuch aus dem Vorjahr - die Senioren-Aktion im November 2009 brachte nur etwas mehr als 6.000 verkaufte Tickets - lassen die ÖBB die Senioren einfach links liegen", kritisiert der Seniorenbund-Generalsekretär.

"Jährlich unterstützen die Steuerzahler die ÖBB mit vielen Milliarden Euro. Da könnte man doch wenigstens erwarten, dass diese alles unternehmen, um wirtschaftlichen Erfolg zu erzielen. Und dass ohne die Senioren-Zielgruppe heute im Marketing keiner mehr weit kommt, sollte sogar den ÖBB klar sein", ärgert sich Becker über die völlig verantwortungslose Vorgangsweise des staatsnahen Unternehmens.

"Jetzt reicht's den großen und treuen Kundengruppen in der älteren Bevölkerung: Wir wollen unser '7-Euro-Senioren-Ticket' zurück. Und verlangen eine ernst zu nehmende aktive Beschäftigung mit passenden Angeboten für die wichtige - und stetig wachsende - Zielgruppe der Senioren. Und: Zum Nutzen unserer Senioren stehen wir als große Seniorenorganisation für Kooperationen jederzeit zur Verfügung!", so Becker abschließend.

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