Junge Wirtschaft begrüßt Vorschläge der IHS-Beamten-Studie

JW-Roth: "Ungerechtigkeit zwischen Wettbewerb und geschützter Werkstätte ausgleichen"

Wien (OTS/PWK597) - Die IHS-Studie fördert die unbequeme
Wahrheit ans Licht: Die Jahreseinkommen der Beamten und die Beamtenpensionen sind jeweils mehr als doppelt so hoch wie Pensionen und Einkommen im österreichischen Durchschnitt. Hinzu kommt, dass immer mehr Beamte die Hacklerregelung nutzen, und ohne Abschläge vorzeitig in Ruhestand gehen. Die Junge Wirtschaft fordert einen entsprechenden Beitrag der Beamten, einen Ausgleich des Ungleichgewichts zwischen Selbstständigen und Beamten, und unterstützt die Forderungen der IHS-Studie nach Gehaltsanpassungen unter dem Inflationswert, Null-Lohnrunden und Aussetzen der Vorrückungen, sowie eine Besoldungsreform.

Die aktuelle IHS-Studie hat deutlich gemacht, dass gerade die Beamten in unserem Land sehr großzügig bedacht sind. Zusätzlich kommen Beamte in den Genuss, die Hacklerregelung nutzen zu können und nach 40 Dienstjahren mit 60 vorzeitig in Pension zu gehen. Die Kosten für Beamtenpensionen wachsen Jahr für Jahr. "Wir fordern die rasche Abschaffung der Hacklerregelung und rufen die Politik zu mehr Mut und Verantwortung im Sinne der gemeinsamen Zukunftssicherung auf", so Markus Roth, Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft, "dafür ist der Beitrag aller gefragt, auch der der Beamten."

Wettbewerb versus geschützte Werkstätte
Roth geht es um das Aufheben des Ungleichgewichts zwischen Selbstständigen bzw. Angestellten und Beamten. "Die einen tragen Risiko, befinden sich im täglichen Wettbewerb und haben kleine Gehälter sowie unsichere Pensionen - und Beamte haben sichere Jobs, hohe Einkommen und satte, sichere Pensionen. Diese Sicherheit muss ihnen gerade in Zeiten wie diesen etwas wert ein", bilanziert Roth. Der Beitrag der Beamten ist ein wesentlicher Schritt in Richtung Gerechtigkeit und Ausgleich zwischen den gesellschaftlichen Gruppen.

Besoldung reformieren
Beamte kosten Steuergeld, der Staat macht regelmäßig Schulden, um sich das System leisten zu können und Beamte erhalten hohe Pensionen. Drei Faktoren - Schulden, Pensionen, Steuern - sind die Schlüssel einer Politik neuer Gerechtigkeit, die die Junge Wirtschaft im Interesse der jungen Generation fordert. "Wir unterstützen daher die Vorschläge des IHS nach einer umfassenden Besoldungsreform für den öffentlichen Dienst, zur nachhaltigen Optimierung des Systems", so Roth. Die Junge Wirtschaft kann sich auch die kurzfristig eingreifenden Maßnahmenvorschläge, wie Gehaltsanpassungen unter der Inflationsrate, Null-Lohnrunden und Aussetzen der Vorrückungen, vorstellen und versteht das als einen logischen Beitrag der Beamten zur Budgetkonsolidierung. "Diese Maßnahmen können gleich stattfinden - die Politik muss nur Mut dazu haben", so Roth abschließend. (RH)

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