1000 junge Leute verbessern die Welt

Internationales Falkencamp in Döbriach

Döbriach/Millstättersee (OTS) - Viele verschiedene Sprachen, Kulturen und Sichtweisen treffen derzeit in Döbriach aufeinander. Maria Celeste aus Bolivien, Radek aus Tschechien und auch Sara aus Wien sind begeistert vom internationalen Camp auf dem Gelände der Kinderfreunde und Roten Falken in Döbriach am Millstättersee. Die Internationale Falkenbewegung (IFM) rief zum "Train for Change" und 1000 junge Leute aus 36 Nationen sind gekommen.

Seit 25. Juli und noch bis 6. August arbeiten die jungen Leute am "Change". "Ändern wollen wir vieles", erklärt IFM-Präsident Tim Scholz. "Es geht uns um die Einhaltung der Kinderrechte auf der ganzen Welt, wir setzen uns mit Vorurteilen, Geschlechterfragen und Rassismus auseinander, wir wollen etwas gegen den Klimawandel unternehmen und über eine gerechtere Weltwirtschaft nachdenken." Dafür finden rund 120 verschiedene Workshops statt.

"Change": auch beim Ort des Camps

"Das Besondere ist nicht nur Größe und Internationalität des Camps, sondern auch der Umstand, dass wir am Samstag die Zelte hier in Döbriach abbrechen und dann in Jedovnice in Tschechien wieder aufbauen", meint Campleiter Günther Leeb. Er ist zufrieden und beeindruckt von den bisherigen Ergebnissen, "obwohl oft wenig gemeinsame Sprache vorhanden ist". Die Themen würden sich auch beim gemeinsamen Spielen und Singen wiederfinden und auch daraus werde viel gelernt.

Zusammenleben, Kennenlernen

Die jungen Leute leben ihre Kulturen und Sprachen mit Freude und Offenheit für andere. Das große Campgelände ist in kleinere "Villages"(Dörfer) unterteilt, in dem sich bunt zusammengewürfelt die TeilnehmerInnen aus verschiedensten Nationen ihre Mahlzeiten und Zelte teilen. "Alleine durch das Zusammenleben mit vielen verschiedenen Kulturen öffnet sich der Horizont und die TeilnehmerInnen nehmen sich viele Freundschaften und Einladungen in andere Länder mit nach Hause", berichtet Karoline Buchberger, oberösterreichische Landesfalkenvorsitzende.

Afrika-Schwerpunkt bewegt

"Weil viele Menschen aus Afrika hier sind, beschäftigen wir uns besonders mit den Entwicklungen und Problemen dieses Kontinents", erzählt Günther Leeb. Hautnah von den Lebensumständen der Menschen zu erfahren, sei für viele ein besonders Erlebnis.

Allgemeine Info

Am IFM-Camp nehmen junge Leute zwischen 12 und 25 Jahren teil. Sie kommen aus England "Woodcraft Folk", von den "Falken" aus Deutschland, von "Nuoret Kotkat" aus Finnland, von "Esplais Catalan" aus Spanien, von "Fenix" aus der Slowakei, von den "Pionyr" aus Tschechien. Außerdem sind Menschen aus Lateinamerika (Brasilien, Peru, Kolumbien, ...), Asien (Indonesien, Bangladesh und Indien) und Afrika (Senegal, Mauritius, West-Sahara, Liberia, Mali) und Nahost (Israel und Palästina) mit dabei. Aus Österreich sind rund 80 Personen bei beiden Teilen des Camps mit dabei. Am Gelingen des Camps wird seit einem Jahr von einem Team von 12 Personen aus Österreich,Tschechien und dem IFM-Büro in Brüssel gearbeitet, rund 60 MitarbeiterInnen engagieren sich ehrenamtlich vor Ort.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Günther Leeb, Tel. 0699/17063837

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