Korun: Zuwanderung braucht sachliche Debatte

Rechtsicherheit schaffen durch Einwanderungsgesetz nach dem grünen Einwanderungsmodell

Wien (OTS) - "Während die FPÖ ihre üblichen unqualifzierten Angstmachertiraden vom Stapel läßt, wursteln sich die Regierungsparteien mit reiner Schlagwortpolitik beim Thema Zuwanderung weiter", erklärte die Migrationssprecherin der Grünen, Alev Korun zur derzeitgen Debatte um Zuwanderung und die rot-weiß-rot Karte. "Die Zahlen belegen eindeutig: Österreich ist schon längst ein Zuwanderungsland und ohne Zuwanderung ist bei der jetzigen halbherzigen Löcher-Stopfpolitik der Regierungs- und Rechtsparteien unser Sozialsystem, das Pensionssystem und auch unsere Zukunftsfähigkeit gefährdet", so Korun.

"Aus dem Grund ist es höchste Zeit das Thema Einwanderung als eine Chance für Österreich zu begreifen und sachlich darüber zu diskutieren, wie man diese transparent gestaltet und steuert. Länder wie Kanada, Australien und England beweisen uns schon lange, dass das möglich ist", sagte Korun. "Dazu haben die Grünen haben als Einzige ein durchdachtes Modell für nachhaltige Einwanderung vorzuweisen. Das Modell stelt klare Kriterien für die Arbeitszuwanderung auf. Diese Kriterien werden - je nach Bedarfslage in Österreich - mit unterschiedlich vielen Punkten bewertet und repräsentieren einen Mix aus verschiedenen gewünschten Faktoren, Eigenschaften und Fähigkeiten, wie zB Ausbildung, Alter, Berufserfahrung, Sprache. Wenn jemand die vorgegebene Punkteanzahl erreicht, darf er zu Arbeitszwecken zuwandern. Damit würde man mittel- und langfristig jene Menschen hereinholen, die über diverse Fähigkeiten und Eigenschaften verfügen und somit für alle Bereiche der österreichischen Gesellschaft - nicht nur den hochqualifzierten Bereich wie bei der rot-weiss-rot Card - ein Gewinn wären. Eine zweijährige Integrationsbegleitung würde den Integrationsprozess beschleunigen", skizziert Korun das grüne Einwanderungsmodell. "Um Migranten auch Rechtssicherheit zu geben, muss hierfür ein Zuwanderungsgesetz beschlossen werden. Nur so werden wir die 'Besten' für Österreich gewinnen können" fordert Korun.

"Unser Ziel kann jedenfalls nicht die Neuauflage des seit langem gescheiterten Gastarbeitermodells sein, wie sich das die FPÖ wünscht, sondern eine nachhaltige und faire Zuwanderungspolitk mit System. Die rot-weiß-rot Karte ist bisher nicht mehr als ein hohles Schlagwort. Man will mit hochqualifzierten AusländerInnen kurzfristig Löcher im Arbeitsmarkt stopfen - das ist alles andere als nachhaltige, durchdachte Migrationspolitk", kritisierte Korun.

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