LR ANSCHOBER: Nach Importzulassung für 6 weitere gv-Maislinien ernsthaft europaweites Gentechnik-Volksbegehren prüfen

Nach erfreulichem JA zum Selbstbestimmungsrecht bei Anwendung von gv-Saatgut zum Anbau scheint EU-Kommission bei Zulassung von gv-Sorten noch schneller in falsche Richtung zu gehen

Linz (OTS) - Die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA agiert nach wie vor vor allem auf Basis von Gutachten der Betreiberfirmen und kommt ihrer Aufgabe als kritische Kontrollbehörde überhaupt nicht nach: "Viele haben den Eindruck, dass sich bei der EFSA trotz gegenteiliger Ankündigungen nichts geändert hat und die Genehmigungsanträge eher durchgewunken als hart, restriktiv und unabhängig geprüft werden. Und mit der aktuellen Vorgangsweise verkommt die Kommission eher zur Zulassungsmaschinerie, bei der wirtschaftliche Interessen vor den Schutzinteressen von KonsumentInnen und kleinstrukturierter Landwirtschaft zu stehen scheinen.".

Anschober sieht daher die Zeit gekommen, in den Regionen der von Oberösterreich gegründeten Allianz, bei den NGOs und den vielen Gentechnikfreien Gemeinden und Regionen ernsthaft die Möglichkeit eines europaweiten Anti-Gentechnik-Volksbegehrens zu diskutieren. Anschober: "Ab Jahresbeginn 2011 sollte dieses neue Instrument europäischer Demokratie grundsätzlich zur Verfügung stehen. Bis November muss daher die Entscheidung über den Start eines europaweiten Volksbegehrens gegen GVO getroffen werden. Setzen EFSA und Kommission ihren aktuellen Kurs der ungehemmten Zulassung weiter fort, dann wird ein europaweites Volksbegehren immer wahrscheinlicher."

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