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Neues Volksblatt: "Sicher?" (von Werner Rohrhofer)
Ausgabe vom 29. Juli 2010
Linz (OTS) - Sicherheit hat immer eine objektive und eine
subjektive Seite. Das ist eine bekannte Tatsache, die auch an dieser
Stelle bereits früher erörtert wurde. Die objektive Seite, das sind
vor allem die Zahlen über Straftaten und die Aufklärungsquoten. Nun
kann man natürlich - zum Beispiel aus politischen Gründen - immer
behaupten, dass die Kriminalitätsstatistik "geschönt" werde. Die
Fakten belegen freilich den Rückgang von Straftaten und entsprechend
hohe Aufklärungsquoten. Statistik hin oder her, für das subjektive
Sicherheitsgefühl haben die Zahlen ohnehin keine Relevanz. Dieses
subjektive Empfinden wird naturgemäß davon abhängen, ob man selbst
oder jemand aus dem Bekanntenkreis Opfer einer Straftat wurde. In
diesem Fall ist es nachvollziehbar, dass Menschen sich subjektiv
"unsicher" fühlen. Abgesehen davon wird das subjektive
Sicherheitsgefühl aber auch durch den öffentlichen Diskurs
beeinflusst. Wenn manche Politiker wiederum aus politischem Kalkül
permanent beklagen, wie unsicher es im Lande sei, dass es zu wenig
Polizisten gebe und überhaupt jeder, der auf die Straße geht, froh
sein muss, wenn er heil wieder heimkommt - dann wird dadurch auch das
subjektive Sicherheitsgefühl untergraben. In diesem Fall unnötiger
Weise, ja verantwortungslos.
Rückfragehinweis:
Neues Volksblatt, Chefredaktion
Tel.: 0732/7606 DW 782
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