- 28.07.2010, 12:39:03
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Brunner fordert Verbot der Haltung von exotischen Tieren in privaten Haushalten
Verstöße kein Kavaliersdelikt
Wien (OTS) - "Die Riesenaufregung um die drei Meter lange Schlange
Boa Constrictor und das plötzliche Tätigwerden der Behörden darf
nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Kontrollen normalerweise zu
lasch sind und es als Kavaliersdelikt gilt, exotische Tiere nicht
fach- und artgerecht zu halten. Immer mehr exotische Tiere werden in
Zoofachgeschäften, im Internet und auf Tierbörsen angeboten. Viele
der gehandelten exotischen "Heimtiere" stammen aus freier Wildbahn.
Dieser wildwuchernde Handel verursacht enormes Tierleid. Die Tiere
gelangen vom Fang über diverse Zwischenhändler und einen quälenden
Transport an die EndabnehmerInnen. Viele Tiere überleben die
Strapazen nicht", erklärt die Tierschutzsprecherin der Grünen,
Christiane Brunner.
"Es braucht restriktive Vorgaben für den Import und die Haltung von
exotischen Tieren, schärfste Kontrollen, speziell geschulte Einheiten
zum Vollzug der Tierschutznormen und Kenntnis darüber, wie und wo
Tiere nach Österreich geschmuggelt werden sowie entsprechende
Maßnahmen, um das zu unterbinden. Es darf keinen Import von
exotischen Tieren ohne Prüfung durch speziell geschulte TierärztInnen
geben", fordert Brunner. Die Gesundheitszeugnisse, die oft gefälscht
und völlig unzureichend sind, müssen genauestens kontrolliert werden.
Wichtig sei auch eine österreichweit einheitliche Vorgangsweise der
Vollzugsbehörden, so Brunner.
Eine besorgniserregende Entwicklung sei auch zum Beispiel, dass in
österreichischen Baumärkten - wenn sie über die erforderliche
Handelsgewerbeberechtigung verfügen - nicht nur Aquarien samt
Zubehör, sondern auch Leguane, Geckos oder Vogelspinnen zum Verkauf
angeboten werden. Meist widerspreche die Haltung der Exoten einer
artgerechten Tierhaltung und es würden nicht einmal die
Mindestanforderungen an die Ausstattung sowie an die Betreuung der
Tiere erfüllt. Oft seien die Betreuungspersonen nicht geschult und
die KundInnen erhalten beim Kauf eines Tieres keine ausreichenden
Informationen über Haltung und Pflege oder über allfällige
Artenschutzbestimmungen, behördliche Bewilligungs- und
Anzeigepflichten.
Rückfragehinweis:
Die Grünen
Tel.: +43-1 40110-6697
mailto:presse@gruene.at
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