OeNB - Konsolidierter Ausweis des Eurosystems zum 23. Juli 2010

Wien (OTS) - Positionen, die nicht mit geldpolitischen Operationen zusammenhängen

In der Woche zum 23. Juli 2010 entsprach der Rückgang um 123 Mio EUR in Gold und Goldforderungen (Aktiva I) der Veräußerung von Gold durch eine Zentralbank des Eurosystems (in Übereinstimmung mit der Vereinbarung der Zentralbanken über Goldbestände) sowie dem Erwerb von Gold durch eine andere Zentralbank des Eurosystems.

Die Nettoposition des Eurosystems in Fremdwährung (Aktiva 2 und 3 abzüglich Passiva 7, 8 und 9) verringerte sich aufgrund von Kunden-und Portfoliotransaktionen um 0,1 Mrd EUR auf 191,2 Mrd EUR.

Die Bestände des Eurosystems an Sonstigen Wertpapieren (d. h. an Wertpapieren, die nicht für geldpolitische Zwecke gehalten werden) (Aktiva 7.2) nahmen um 1,3 Mrd EUR auf 297,1 Mrd EUR zu. Der Banknotenumlauf (Passiva 1) ging um 1,5 Mrd EUR auf 817,5 Mrd EUR zurück. Die Einlagen von öffentlichen Haushalten (Passiva 5.1) erhöhten sich um 25 Mrd EUR auf 116,9 Mrd EUR.

Positionen im Zusammenhang mit geldpolitischen Operationen

Die Nettoforderungen des Eurosystems an Kreditinstitute (Aktiva 5 abzüglich Passiva 2.2, 2.3, 2.4, 2.5 und 4) stiegen um 3 Mrd EUR auf 503,9 Mrd EUR. Am Mittwoch, dem 21. Juli 2010, wurde ein Hauptrefinanzierungsgeschäft in Höhe von 195,7 Mrd EUR fällig, und ein neues Geschäft in Höhe von 201,3 Mrd EUR wurde abgewickelt. Am selben Tag wurden Termineinlagen in Höhe von 60 Mrd EUR fällig, und neue Einlagen in Höhe von 60 Mrd EUR mit einer Laufzeit von einer Woche wurden hereingenommen.

Die Inanspruchnahme der Spitzenrefinanzierungsfazilität (Aktiva 5.5) betrug praktisch null (was in etwa dem Betrag der Vorwoche entsprach). Die Inanspruchnahme der Einlagefazilität (Passiva 2.2) belief sich auf 61,3 Mrd EUR (gegenüber 58,6 Mrd EUR in der Vorwoche).

Aufgrund von getätigten Ankäufen im Rahmen des Programms für die Wertpapiermärkte stiegen die Bestände des Eurosystems an Wertpapieren für geldpolitische Zwecke (Aktiva 7.1) um 176 Mio EUR auf 121,4 Mrd EUR.

Einlagen der Kreditinstitute im Euro-Währungsgebiet auf Girokonten

Im Ergebnis aller Transaktionen sanken die Einlagen der Kreditinstitute auf Girokonten beim Eurosystem (Passiva 2.1) um 20,6 Mrd EUR auf 245,3 Mrd EUR.

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