Industrie: Arbeitszeitverkürzung wäre massive Gefährdung von Arbeitsplätzen

IV-Vize-GS Koren: Gewerkschaftsvorschläge "gefährlicher Irrweg" - Industrie hat ihren Beitrag in Krise geleistet - Arbeitszeitflexibilisierung dringend notwendig

Wien (OTS/PdI) - Die Forderungen der Gewerkschaft nach einer Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich "sind ein gefährlicher Irrweg. Die Gewerkschaft scheint bestrebt zu sein, alles zu unternehmen, um möglichst viele Arbeitsplätze zu gefährden", so der Vize-Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Ing. Peter Koren. In einzelnen Unternehmenseinheiten könne eine Arbeitszeitverkürzung spezifisch funktionieren und werde dort von der Industrie auch mitgetragen, allerdings sei "es schlichtweg naiv zu glauben, dass grundsätzlich durch eine Arbeitszeitverkürzung Arbeit einfach auf mehr Arbeitskräfte verteilt werden kann." In der derzeit sensiblen Phase - ein selbsttragender Aufschwung sei noch nicht in Sicht, das Produktionsniveau vor der Krise werde man in manchen Branchen frühestens 2013 erreichen - ein derartiges Belastungspaket für die heimischen Unternehmen zu fordern, sei "ein Job-Vernichtungsprogramm der Spitzenklasse." Die heimische Gewerkschaft sei derzeit die einzige in Europa, die derart "rückwärtsgewandte Forderungen erhebt. Dieses sommerliche 'Wünsch-dir-was'-Konzert wird es aber nicht spielen", so Koren.

Denn würde man diesen Irrweg beschreiten, "würde das die Standortqualität Österreichs stark beeinträchtigen - ein massiver Verlust von Arbeitsplätzen wäre vorprogrammiert." Mit diesem "Job-Vernichtungsprogramm" richte sich die Gewerkschaft somit gegen die Interessen ihrer eigenen Mitglieder, wie Koren unterstrich. Eine Reihe von Studien "sowie das abschreckende Beispiel Frankreich" belege, dass eine Arbeitszeitverkürzung kein wirksamer Beitrag zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei, sondern im Gegenteil Jobs vernichte. "Die Arbeitgeberseite hat ihren Teil der Abmachung im Rahmen der KV-Verhandlungen erfüllt", so Koren mit Verweis etwa auf die Höhe des Abschlusses, der als Vorleistung für eine Lösung bei der Arbeitszeitflexibilisierung getätigt wurde. "Gerade in der aktuellen Situation, in der sich der globale Standort-Wettbewerb ständig zuspitzt, ist die Arbeitszeitflexibilisierung ein Gebot der Stunde", so Koren.

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